Die LED Lenser X7R im Test

Die LED Lenser X7R im Test

Wie wir bereits im Dezember berichtet haben, bringt LED Lenser in diesen Tagen 3 neue Lampen auf den Markt. Neben der LED Lenser X14 und der X21R gehört auch die X7R zur neuen Modellpalette. In diesem Test haben wir uns die Neuheit aus dem Haus Zweibrüder Optoelectronics einmal genauer angesehen.

Unboxing

Wie schon von den höherpreisigen LED Lenser Modellen gewohnt, kommt auch die X7R im praktischen Tragekoffer. Im Koffer sind enthalten:

- die LED Lenser X7R
- der Akku
- USB-Magnetlader inkl. 220V Netzteil
- Wand-Ladehalter
- Trageriemen
- Intelligent Clip
- Kurzanleitung


Der Lieferumfang ist vorbildlich!

Technische Daten

Die LED Lenser X7R weiß von den technische Daten her auf jeden Fall zu überzeugen:

AbmessungenLänge 17,1 cm
Gewicht241g (mit Akku)
LED2 x HighEnd Power LED
Helligkeit500 Lumen
Stromversorgung1 x Akku, 3,7V, Li-Ion
Leuchtweite320m
Energietank8,1 Wh
Leuchtdauer7,5h
(niedrigste Stufe bis zu einem Lichtstrom von 1 Lumen)
Preis189 EUR

Der erste Eindruck

Nach dem Auspacken der Lampe fällt natürlich sofort der außergewöhnliche Lampenkopf auf. Im Lampenkopf sind 2 synchronisierte Hochleistungs-LED verbaut wurden. Die beiden LED´s bilden 2 überlappende Lichtkegel die zusammen ein besonders gleichmäßig ausgeleuchtetes, kreisrundes Lichtbild ergeben. Zweibrüder hat diese Technologie die die Synchronisation nahezu beliebig vieler LED´s erlaubt X-Lens Technology getauft.

Abgesehen vom außergewöhnlichen Design liegt die LED Lenser X7R sehr gut in der Hand. Die Lampe wiegt 241g und besticht mit sehr guter Verarbeitung. Für eine Lampe dieser Größenkategorie geht das Gewicht voll in Ordnung und dank des Intelligent Clips kann die Lampe zum Beispiel auch einwandfrei am Gürtel getragen werden und dabei den Weg vor einem ausleuchten.

Dank des Advanced Focus System ist die Lampe auch fokussierbar. Bei maximaler Fokussierung verfügt die Lampe über eine sehr hohe Reichweiter. LED Lenser gibt hier 320m an und dies erscheint nicht unrealistisch. Unfokussiert bietet die Lampe eine ungewöhnlich gleichmäßige und kreisrunde Ausleuchtung des näheren Umfeldes. Hier reicht auf jeden Fall die schwächere Leuchtstufe um alles perfekt auszuleuchten.

In der Praxis

Um die Ausleuchtung auch in der Praxis ausgiebig testen zu können, suchte ich einen nahen Lost Place bewaffnet mit Stativ und Kamera auf. Hier konnte LED Lenser hier Stärken voll und ganz ausspielen.


Die X7R weiß im Gelände zu überzeugen…

Um das Leuchtbild und die Leuchtstärke zu demonstrieren habe ich mich ca. 30m vor einem alten Gebäude positioniert und verschiedene Aufnahmen mit und ohne Fokussierung, in niedriger und maximaler Leuchtstärke aufgenommen.

Maximale Leuchtstärke / unfokussiert


Die X7R erhellt die Szenerie großflächig.

Maximale Leuchtstärke / fokussiert


Hohe Leuchtweite & ein perfekter Spot.

Geringe Leuchtstärke / unfokussiert


Auch bei geringerer Leuchtstärke ist die Umfeldausleuchtung perfekt.

Geringe Leuchtstärke / fokussiert


Auch bei maximaler Fokussierung und geringer Leuchtstärke sind Helligkeit und Reichweite ausreichend.

Smart Light Technologie

Die Smart Light Technologie bietet 3 verschiedene Lichtprogramme und 2 Energiemodi. Die Lichtprogramme Professional, Easy und Defence bieten dabei jeweils verschiedene Lichtmodi – so kann jeder das Programm mit den für den Einsatzzweck passenden Lichtmodi bequem voreinstellen. So bietet das “Defence”-Programm z.B. nur die Lichtmodi Strobe und Power während das Professional-Programm gleich 5 Lichtmodi (High, Low, Blink, SOS & Strobe) bietet. Im Easy-Programm stehen nur die Modi High und Low zur Verfügung.
Zwischen den verschiedenen Lichtprogrammen kann man hin und herwechseln in dem man den Taster viermal antippt und dann schaltet. Die Lampe bestätigt dann mit einmal, zweimal oder dreimal blinken welches Programm gewählt wurde.

Neben den Lichtprogrammen kann man auch aus 2 Energiemodi wählen. Zum einen wäre da der voreingestellte Energiesparmodus und zum anderen der Konstanzmodus. Im Energiesparmodus nimmt die Leuchtstärke kontinuierlich ab bevor die Lampe dann irgendwann ausgeht. Ganz anders im Konstanzmodus, hier bietet die Lampe einen fast gleichbleibend hellen Lichtstrom, geht dann aber irgendwann einfach aus. Im Dim-Modus sollte die H14 so Einsatzzeiten von ca. 13 Stunden durchhalten, aber selbst im Konstanzmodus, mit voller Lichtstärke sollte die Lampe mindestens 4 Standen durchhalten. Nach meinem gestrigen, fast dreistündigen Praxistest im Gelände, leuchtete die Lampe zumindest noch mit scheinbar voller Lichtstärke.

Um alle Lichtprogramme, -modi und die beiden Energiemodi auf einen Blick zu haben, legt Zweibrüder der H14 eine kleine Smartcard bei. Hier findet man alle Programme und Modi auf einer Klappkarte und hat so stets einen kleinen Spickzettel zur Umstellung von Programmen und Modi dabei. Die Bedienung und der Programmwechsel geht nach kurzer Eingewöhnung aber in Fleisch und Blut über und ist tatsächlich weniger kompliziert als es sich zunächst anhört.

Akku

Während der zweistündigen Fotosession war kein größerer Helligkeitsverlust festzustellen, es ist also davon auszugehen dass die X7R durchaus geeignet ist für ausgiebige Nachtcache-Abenteuer. Dadurch dass mein standardisiertes Akkuformat verwendet, ist es aber auch kein Problem sich entsprechende hochwertige Ersatzakkus zuzulegen. Auch die Möglichkeit die Lampe – dank des USB-Laders – im Auto zu laden (Ihr benötigt nur noch einen 12V Stecker mit USB-Buchse), macht sie zur perfekten Lampe für längere Touren.

Innovativ ist auch das Ladekonzept der Lampe, denn es gibt keine anfälligen Stecker und Steckkontakte mehr. Um die Lampe zu laden reicht es einfach den Magnetkontakt am Ende der Lampe zu befestigen und schon wird die X7R aufgeladen. Eine LED zeigt dabei an ob der Ladevorgang läuft (rot) oder abgeschlossen ist (grün). Durchaus beeindruckend ist auch der Wandhalter der X7R, denn dank des Magnetladesystem scheint die X7R geradezu zu schweben während sie geladen wird.

Übrigens: Damit man nicht plötzlich im Dunkeln steht wenn die Akkus erschöpft sind, signalisiert die Lampe durch Blinksignale ca. 5 Minuten vor Ende der Leuchtzeit, dass ein Akkuwechsel schnellstmöglich durchgeführt werden sollte.


Qualität hat ihren Preis – 189 EUR muss man für eine X7R auf den Tisch legen!

Fazit

Zugegeben, Taschenlampen faszinieren mich schon immer. Schon als Kind hatte ich sehr zeitig ein großes Arsenal (links seht Ihr meine 1. Taschenlampe) verschiedenster Leuchten. Bis heute ist das Interesse an Taschenlampen nicht abgeklungen und so befinden sich meist um die 20-30 Lampen in meinem Besitz. Ich bin mir sicher, dass die X7R meine neuste Lieblings-Lampe fürs Geocaching und andere Einsatzzwecke wird und das hat verschiedene Gründe: Die Helligkeit, gute Fokussierbarkeit eine gute Handhabung und vor allem die perfekte Integration der Akkutechnologie sorgen für ein schlüssiges und rundes Lampenkonzept.
Einziger Wermutstropfen ist der Preis der Lampe. Mit einem Preis von 189 EUR ist die Lampe nicht gerade eine Billiglampe. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich vor Jahren schon hunderte Euro für Lampen der Marke Surefire ausgegeben (und dann noch ein mal hunderte Euro für Leuchtmittel und Spezialbatterien) und auch bei den LED Lenser Lampen gilt das Motto “You get what you pay for” – schließlich erhält man für sein gutes Geld ein gutes, sehr rundes Produkt.

Weiterführende Links

Homepage von Zweibrüder Optoelectronics
Produktseite der LED Lenser X7R

Blog Marketing Blog-Marketing ad by hallimash

8 Comments

  1. Selbst wenn Ledlenser mit dieser Lampe nun technisch endlich in der Neuzeit angekommen ist:
    Die Marketing-Abteilung, die sich ständig neue Pseudo-Denglische Wörter als Marketing-Gag ausdenkt (“X-Lense Technology”, “Smart Light”), die hält zumindest mich davon ab, beim Lesen laut lachen zu müssen.

    Aber wenn’s Kundschaft dafür gibt, warum nicht….

  2. Der Preis ist doch kein Wermutstropfen – oder reicht die Provision von hallimash nicht dafür?

    “You pay what you get for” ist übrigens auch sehr lustig, ich hätt’ es ja mal andersrum probiert :))

    • “You pay what you get for”

      ;-) Da waren die Finger schneller als das Hirn.

  3. Noch drei Anmerkungen zu den Werbesprüchen (ich finde die denglischen Begriffe auch ausgesprochen albern):
    2 x HighEnd Power LED
    Helligkeit 500 Lumen

    EINE echte HighEnd-LED macht mal locker mindestens 700 Lumen.
    Beispiel: die TK70 von Fenix macht mit drei Cree XM-L 2200 Lumen.

    Qualität hat ihren Preis – 189 EUR muss man für eine X7R auf den Tisch legen!
    Würde man 70 Euro für die Werbung abziehen, wäre der Preis in Ordnung.

    Leuchtdauer 7,5h
    (niedrigste Stufe bis zu einem Lichtstrom von 1 Lumen)
    Ein Lumen entspricht über den ganz dicken Daumen dem Licht einer Kerze – die glauben doch nicht ernsthaft, dass es jemanden gibt, der die Akkus dermaßen leernuckelt, oder?

  4. Ich verstehe übrigens nicht, warum Ledlenser es nicht schafft (so wie z.B. Fenix und andere Markenhersteller auch) die verbauten LEDs anzugeben. (exakte Type inkl. Binning-Code, also welche Lichtfarb-Variante und Performance-Group)

    Soetwas machen ansonsten nur irgendwelche Krauter, die sich eine Hintertür offenlassen wollen, immer das zu verbauen, was gerade kostengünstig auf dem Markt zu bekommen ist.

    Klar, für den einzelnen Gelegenheitsuser mag es egal sein. Wer aber z.B. mit den Lampen Fotografieren möchte und mehrere gleichzeitig einsetzen möchte (oder schon ältere Lampen hat), der wird nicht glücklich, wenn er zu einem WC auch noch eine WN dazubekommt. Einfach weil der Weißabgleich dann nicht mehr stimmt und dann Bildbereiche mit Blau und/oder mit Grünstich entstehen.

  5. Von Hallimash gab es keine Provision. ;)

    Der Preis ist aber wirklich heftig, dafür dann lieber die X21.

  6. Ich habe mir die X7R (durch Hallimash ;-) ) auch angeschaut, den Bericht dazu gibbet hier: http://www.outdoor24news.de/led-lenser-x7r-im-test-kraft-der-zwei-lichtquellen-7074

    gruß Markus

  7. [...] Test: LED Lenser X14 admin 16. April 2012 0 Neben der X21R und der X7R hat Zweibrüder Optoelectronics in den letzten Wochen auch ein drittes neues Modell auf den Markt [...]

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