Geocaching 2016: Erneut weniger Caches und Cacher

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Das Jahr 2016 ist endgültig vorbei und Groundspeak feiert es (wie immer) als großen Erfolg in der eigenen Geschichte.

Dabei verschweigt Groundspeak aber dass die Zahlen erneut zurückgegangen sind, denn waren es 2015 noch 588.000 neue Geocaches, so ging diese Zahl 2016 um über 60.000 zurück. Auch die Zahl der aktiven Cacher nimmt weiter leicht ab. Die Zahlen sind sicher nicht besorgniserregend aber der Trend der vergangenen Jahre hält weiterhin an. Der große Boom der vor allem von 2012 bis 2014 herrschte scheint endgültig vorbei.

Um dem entgegenzuwirken hat Groundspeak einiges dafür getan um den Einstieg für Neulinge noch leichter zu machen. Kostenlose App, optimierte Oberfläche und für die Generation Social Media viele bunte Souvenirs und Aktionen. Dieser Weg mag sicher dazu geeignet sein neue Nutzer anzusprechen – unbestritten ist aber auch, dass er einige Alt-Nutzer verärgert und vielleicht auch vergrault.

Nachfolgend eine Übersicht der Top 32 Geocaching-Länder, basierend auf Statistiken von Project-GC.

Anzahl Caches
Stand 1.1.2017
neue Caches
2016
aktive Geocacher
2016
Weltweit2.921.210530.8581.788.198
USA1.066.983149.715595.115
Deutschland361.44969.341273.206
Kanada234.77935.44187.372
Frankreich204.85665.086115.541
GB197.40933.272122.236
Schweden108.23617.31744.826
Australien71.51711.80350.055
Spanien64.51716.01532.423
Tschechische Republik49.81610.17877.866
Finnland48.97311.72541.528
Österreich44.1547.65224.156
Portugal38.8057.43826.366
Polen34.24311.32022.148
Niederlande34.1588.97154.654
Belgien31.27910.22733.524
Dänemark31.2795.65316.682
Neuseeland29.4025.12713.646
Schweiz29.2185.14525.222
Italien22.2745.76313.391
Slowakei13.7733.0238.980
Südafrika13.6472.9377.791
Irland9.2931.5225.643
Ungarn7.1851.0153.284
Südkorea6.2351.342508
Litauen5.4031.1736.246
Lettland4.4958327.134
Slowenien4.3355472.179
Griechenland3.6787251.257
Rumänien3.1176101.190
Luxemburg3.0186772.472
Estland2.9103571.260
Mexico2.239309534

Spannend wird ganz sicher, ob sich der Trend in diesem Jahr fortsetzen wird oder ob es Groundspeak gelingen wird, wieder mehr Cacher für das Spiel zu begeistern und „alte Hasen“ bei Laune zu halten. Für 2017 wird über einige einschneidende Neuerungen und Veränderungen gemunkelt – wie immer darf man dabei aber gespannt sein, ob so manch vermeintlicher Geniestreich aus Seattle nicht eher kontraproduktiv ist.

3.000.000 Caches

Auch wenn es in Groundspeaks Datenbank bereits mehr als 5 Millionen Caches gibt – aktive Caches sind es derzeit 2.921.210 – bereits in diesen Tagen dürfte also der nächste große Meilenstein fallen und Groundspeak wird dies sicherlich gebührend feiern. Der letzte große Meilenstein wurde vor fast 4 Jahren erreicht. Am 28. Februar 2013 wurde der 2.000.000. Geocache veröffentlicht.

Vorfreude auf 2017

Zumindest das gocacher.de Team freut sich auf das kommende Jahr. Die Besucherzahlen auf gocacher.de sind erneut im Schnitt um 10% gewachsen. Jede Ausgabe des gocacher Magazins wird inzwischen 22.500 mal gedruckt und vollständig verteilt und inzwischen unterstützen fast 3.500 Leser das Magazin per Supporter Abo. Auch wenn es gerade für das Magazin kein pannen- und problemloses Jahr war, sind wir doch überglücklich und dankbar für die grandiose Unterstützung durch unsere Leser.

Wir schauen gespannt auf das nun kommende Jahr und haben Einiges vor.

Titelbild: depositphotos | stevanovicigor

17 Kommentare

  1. Mich wundert es nicht wirklich.
    In meinen Augen ist es aber ein „hausgemachtes“ Problem und eine Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt.
    – Groundspeak will mehr Cacher – also Kunden – „generieren“ und macht deswegen den Einstieg einfacher.
    – Viele Leute wollen Geocaching einfach mal ausprobieren und laden sich die kostenlose App.
    – einige davon gehen nicht mit dem nötigen „Respekt“ an die Sache heran. Motto: Nach mir die Sintflut.
    – Caches werden beschädigt oder verschwinden, weil halt einfach ohne Rücksicht auf Verluste gesucht wird.
    – es gibt oftmals nur noch Einheitslogs „gesucht und gefunden“
    – Owner haben immer weniger Lust, aufwändige Caches zu legen und / oder zu reparieren. Wozu auch, wenn sie eh nicht gewürdigt werden?
    – Die Qualität der Caches nimmt ab.
    – Neucacher fühlen sich berufen, auch mal was zu legen. Da sie oftmals nur Filmdosen an Leitplanken kennen, wird es halt auch sowas. Es logt ja auch keiner, daß so was eher doof ist.
    – Altcacher haben kaum noch Auswahl, was gute Caches betrifft oder müssen ewig weit fahren. Sie cachen daher weniger oder gar nicht mehr.
    – Weniger Altcacher bringt Groundspeak dazu, neue Cacher „generieren“ zu wollen
    – …

  2. Kann Olivier hier nur zustimmen.
    War selbst jemand der aufwendige Caches (+300h in Planung & Entwicklung) gelegt hat aber die Freude daran ist mir echt vergangen.
    Selber geh ich auch nur mehr wenig Cachen und loggen tu ich überhaupt nur mehr Caches die es verdient haben.

  3. 100% Zustimmung zu Olivers Post. – Dazu ein kleines Erlebnis dieses Sommers: Wir sind als 1 1/2 jährige auch fast noch Jungcacher mit <1000 finds, hatten diesen Sommer die Gelegenheit beim Schopf gepackt und einige der Kleinstaaten Europas (MC, AND, FL) erledigt – Junior freute sich klarerweise schon über die chicen Länder Souvenirs. Negativ! 15 Jahre nach Start gibts für diese Staaten noch nicht mal Badges.
    Dünnlippige Antwort von GC: Die Implementierung sei zu aufwändig, etc..
    (Nachsatz: Damals wusste ich noch gar nicht, dass andere Kleinstaaten 😉 wie China, Rumänien badge-mässig ebenfalls noch verwaist sind…).
    Wenn's schon an solchen Einfachheiten krankt…

    • Die Souvenirs gibt es ja noch nicht ganz so lang – und sind dazu nicht bei allen besonders beliebt. Sicher ist richtig, dass Groundspeak zwar ständig zig neue Souvenirs für alles mögliche bringt aber die Länder ganz schön vernachlässigt. Aber zumindest nach und nach führt man diese für immer mehr Länder ein und hat man erhält das entsprechende Souvenir dann auch rückwirkend.

      Erst gerade gab es zumindest mal wieder 5 neue Länder-Souvenire.

  4. Olivers Post ist nur noch hinzuzufuegen, dass es mitlerweile fuer die Owner wesentlich schwerer geworden ist ueberhaupt einen Cache legen zu koennen. Viele Reviewer fuehlen sich berufen ihre „Macht“ auszuueben und wegen irgendeinem kleinen Umstand den Cache gar nicht erst heraus zu bringen. Ausserdem wird – mit zweierlei Mass gemessen. Bei dem einen Reviewer wird ein Cache voellig ohne Probleme durchgewunken, dort bei einem anderen Reviewer stoesst man auf die groessten Probleme. Auch auf Hinweise, dass es bereits davon mehrere Caches gibt, stoesst auf taube Ohren. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr sich damit auseinander zu setzen und versteckt einfach keinen mehr. Auch schoen ist es, wenn man einen wohl durchdachten Cache legt und irgendein „Unbedingt-FTF-haben-will-VollHorst“ den Cache gleich beim ersten Mal zerstoert. Ich meinerseits, habe resigniert und suche nur noch. Und das auch nur noch bis mein Account ausgelaufen ist. Erneuert wird er diesmal nicht mehr. Ich sehe nicht ein fuer einen bezahlten Account auch noch diese grausame Werbung auf der Logseite sehen zu muessen – die teilweise, noch nicht einmal etwas mit Geocachen zu tun hat! Hauptsache Groundspeak faehrt viel Kohle ein! Ausserdem ist die neue HandyApp, imho, wesentlich schlechter als die „Alte“. Die GC-Logseite bleibt auf dem Mac andauernd stehen (egal ob Chrome oder Safari) oder baut sich nur lückenhaft auf und wenn, ist sie umgesprungen vom deutschen ins englische. Das sind nur einige kleine Dinge die mich im ganzen dazu bewegen am Ende des jahres keine Dosen mehr zu suchen zu gehen. – Dank an Gocacher. Top Arbeit. Wenigstens etwas, was klappt.

  5. Wobei die rückläufigen Zahlen neuer Caches auch sicherlich damit zusammenhängt, dass in vielen Gegenden/Städten einfach sämtliche Stellen mit (leider meist qualitativ minderwertigen) Caches übersät sind.
    Somit wird es natürlich auch immer schwieriger, gute Multis oder andere aufwendige Caches zu legen durch die Vielzahl einfach hingeworfener Petlinge – um es etwas überspitzt auszudrücken.

  6. Besonders Lutz möchte ich Recht geben. Das mit den Reviewern ist wirklich ein Problem, wollte gerade letzte Woche einen neuen Baumklettercache aktivieren. Ich habe mir einen schönen Baum ausgesucht, die Dose platziert und alle Abstandsregeln eingehalten, es muss kein Seil installiert werden. Keine 500 Meter entfernt ist ein vergleichbarer Cache – im selben Wald. Die Dose wurde vom Reviewer beim ersten Einreichen abgewiesen, obwohl ich in die Reviewer-Note angegeben habe, dass kein Seil installiert werden muss. Auch beim zweiten Einreichen, wo ich die Situation nochmals genauer erklärt habe, wurde er wieder abgewiesen, es wird wohl im Einzelfall entschieden. In diesem Fall bräuchte ich die Genehmigung vom Baumeigentümer dafür – was ich bei meinen vergleichbaren Caches nicht benötigt hat und was auch der andere Cache im selben Wald nicht hat oder zumindest nicht im Listing vermerkt hat. Letztendlich liegt es in der Macht des Reviewers. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, mich mit dem Reviewer rumzustreiten. Sicher machen Reviewer einen Job auf ehrenamtlicher Basis was ich absolut respektiere, aber mir drängt sich der Verdacht auf, dass manch ein Reviewer nach Sympathie entscheidet. Wenn er den Owner nicht mag oder er die bessere Statistik hat als der Reviewer selbst lässt man die Macht spielen und gibt einen Cache einfach nicht frei.

    Schade, aber dann eben nicht. Die Dose habe ich archiviert (alle vergleichbaren Dosen von mir ebenfalls) und zu OC übertragen, da ging alles ohne Probleme. Neue Dosen lege auch ich nicht mehr aus – Game over!

    Künftig wird nur noch gesucht – und das in absehbarer Zeit auch nur noch im Ausland.

    • Ist doch selbstverständlich, dass du eine Bewilligung zum installieren eines Geocache vom Grundbesitzer/Baumeigentümer brauchst.
      Du möchtest doch sicher auch nicht, dass dir jemand einen solchen auf dein Eigentum platziert.
      Steht übrigens schon immer in den Richtlinien.
      Mit dem einreichen eines Geocache Gast du dich auch bisher immer davon gerechtfertigt, dass du eine Bewilligung des Landeigentümer s eingeholt hast.
      Wirst wohl aber wie die meisten jedes mal gelogen haben.
      Und damit eine nicht Richtlinien gemässe Box ausgelegt haben.
      Bedenke mal die Seite des Landeigentümer s. Wenn er erst von deiner Box erfährt, wenn die Hobbykollegen Schlange stehen um auf seinen Baum zu klettern.

      • Ist klar, es gibt immer Mr. Perfect, der alles im Kleingedruckten liest und diesbezüglich nicht “gelogen“ hat, die Mehrheit vermutlich nicht – und ich wage zu bezweifeln, dass die Mehrheit der Caches eine solche explizite Bewilligung haben – und habe noch nie eine Schlange von Cachern um einen Baum stehen sehen um Hochzuklettern – genausowenig einen Baumeigentümer, der sich daran mitten im Wald stören würde…

        Aber de facto muss diese Bewilligung gem. Groundspeak vorliegen. Love it, change it or leave it…

  7. Groundspeak-Änderungen der letzten Jahre waren für mich als Owner und als Dosenfischer wenig beglückend:
    1. Keine Fotoanforderung mehr erlaubt bei Earthcaches. Die „alten“ Cacher machen das noch aus Anstand, aber Nachwuchscacher kennen es irgendwann gar nicht mehr. Ein paar Infos wegschicken und sofort loggen. Da habe ich wenig Lust, einen neuen Earthcache auszulegen, da kann ich gleich einen Tradi in die Ecke werfen…

    2. Zwang der Nutzung der „Message“-Center-Funktion. Ich als Owner will entscheiden können, wer mich wie kontaktiert. Ich bin relativ freizügig mit meiner Handynummer und mit meiner E-Mail-Adresse auch. Warum muss ich jetzt noch eine extra App installieren, nur weil ich (Earthcache-)Owner bin? Mache ich nicht. So muss jemand, der mich über das Center kontaktiert, gut und gern auch mal eine Woche warten, bis ich wieder mal auf der Website bin.

    3. Hier in Hessen werden von einigen, gottseidank nicht von allen Reviewern Caches nicht mehr abends, sondern nur noch „morgens um 8:00 Uhr“ freigeschaltet. Ein Run auf neues Dosen soll verhindert und die Natur geschützt werden. Es bedanken sich alle berufstätigen FTF-Jäger herzlich. 😉 In der Stadt ist es sicher sinnvoll, bei uns in Nordhessen ist diese Regelung kompletter Humbug. Hier kommt es bisweilen vor, das eine Dose eine Woche unentjungfert im Wald liegt.

    4. Änderungen bei Challenge Caches. Warum werden neue Challenges verboten, die mit Namen zu tun haben? Warum muss ich jetzt einen Checker mitliefern? Damit es neue User einfacher haben, klar. Aber so lernen die keinen Umgang mit GASK oder auch nur den Grips anstrengen.

    5. Site design. Warum muss ich als jemand, der einige Jahre dabei ist und 100+ Dosen versteckt hat, seit einem Jahr oder so 2 Seiten nach unten scrollen und mir Unsinn angucken? Klar, damit es Neue einfacher haben. Ich habe es schwerer und immer ein Stückchen weniger Lust.

    6. Letterboxen dürfen jetzt so geloggt werden. Ohne Stempel. Einen solchen zu beschaffen, kann man Jungcachern in den Augen Groundspeaks wohl nicht mehr zumuten. Aber warum sollte ich nun noch eine Letterbox auslegen? Ich könnte gleich einen Tradi/Mulöti hinhängen und hätte deutlich weniger Kosten.

    Nicht jede Änderung ist schlecht. Und manches sehe ich neutral. Aber in Summe hat Gropundspeak das Dosenlegen für mich immer weiter unattraktiver gemacht. Ich tue es noch – wegen der lokalen Community. Gäbe es die nicht, ich könnte auf die „Heute auf einer Tour mitgenommen“-Logs gut verzichten. Hoffentlich holt sich die fehlgeleitete Firmenspitze irgendwo guter Berater herein, damit ein Umdenken einsetzt. Denn Wachstum um den Preis der alten Hasen, das geht nicht lange gut.

    • Inzwischen kann man nicht mehr nur bei Mystery und Multi die Final-Koordinaten anpassen, sondern auch bei allen anderen Cachetypen. Gerade bei „Mystery-Letterboxen“ ist das hilfreich, aber auch zur „Dokumentation“ gelöster Whereigo oder „20 Meter im Off liegender Tradis“ ist das recht praktisch.

      Die Earthcaches sind in ihren Publish-Bedingungen in den letzten Jahren weiter „verschärft“ worden – längst reicht nicht mehr ein einfaches Naturdenkmal oder eine schön gelegene Schlucht aus, als Frage gilt auch kein „lese die Höhe von deinem GPS ab“ mehr. Es sind keine „Ersatz-Virtuals“: die Ansprüche an neue Earthcaches sind durchaus auf dem Niveau „verfasse eine kleinere Studienarbeit zum Thema, belege alles mit Quellen, und wenn wir der Meinung sind, dass das gut genug ist, wird es gepublished“. Als potentieller Owner hat man da ziemliche Hürden zu überwinden – von daher ist die Fotoanforderung da noch das kleinste Thema.

      Das Message-Center habe ich anfangs auch eher „neutral“ gesehen – inzwischen ist es aber recht praktisch und auch ohne jegliche Extra-Apps nutzbar. Auf die vom Message-Center verschickten E-Mails kann man antworten, ihr Inhalt wird dann ins Message-Center importiert: mit etwas kreativer Auslegung ist das nun einfach nur noch ein E-Mail-Anonymisierungsdienst.

      Gegenüber der normalen Kontakt-Funktion hat es auch den Vorteil, dass man Bilder „direkt“ hochladen kann (statt etwa Dropbox-Links sharen oder vorab öffentlich E-Mail-Adressen verteilen zu müssen).

      Den Challenge-Checker-Zwang sehe ich gemischt: es kamen auch immer abstrusere Challenges heraus, bei denen die hohe D-Wertung im Wesentlichen daraus bestand, die Regeln dieser jeweiligen Challenge unfallfrei zu verstehen, zum anderen aber auch dann die Recherchearbeit FÜR diese Challenges (so im Sinne „Buchstabiere die Namen der Startrek-Offiziere mit von dir gefundenen Caches, wobei an gleicher Stelle von Offiziersnamen und Cachetitel der jeweils gleiche Buchstabe zu stehen hat und jeder Cache nur für einen Buchstaben eines Offiziernamens gilt. Du kannst dich entscheiden, ob du die TOS-, TNG oder VOY-Offiziere durchbuchstabierst, darfst aber nicht zwischen den Generationen mischen. Egal ob TOS, TNG oder VOY: du darfst einen DS9-Offizier als Joker nehmen“).

      An solchen Aufgaben hat nicht jeder Spaß, und das ist eher eine Programmier- oder langwierige Geduldsaufgabe. Und wenn es jemand als GSAK-Makro zur Verfügung stellt – warum dann nicht gleich „für alle“ via z.B. project-gc.com? GSAK würde etwa auf keinem mir zur Verfügung stehenden Rechner laufen, von daher hat so ein „universeller“ Ansatz eher was für sich. Und spätestens der Owner sollte die Bedingungen in endlicher Zeit prüfen können – mit einem allgemein zur Verfügung stehenden Checker benutzen Cacher und Owner letztlich das gleiche Werkzeug, ohne lange Diskussion über „dieser Cache hat als erstes Zeichen im Namen ein Leerzeichen, gilt also (nicht) im Sinne dieser Challenge mit dem ersten Buchstaben statt dem Leerzeichen“ oder „so habe ich die Challenge aber nicht gemeint“.

      Kritisch sehe ich an den „Namens-Challenges“, dass sich Namen immer mal wieder schnell ändern (sowohl Cachernamen als auch Dosennamen). Bei einer Adventskalender-Runde etwa erschienen die Dosen etwa noch als „12. Türchen“, gegen Ostern wurden sie aber der Reihe nach entsprechend ihrer Deko oder dem damit verbundenen Mystery „umbenannt“ und blieben unter ihrem „neuen“ Namen noch jahrelang weiter erhalten. Welcher Titel „zählt“ nun im Sinne der Challenge? Fairerweise sollte sich aber auch eine D/T-Wertung nicht verändern, um nicht irgendwelche „Matrix-Löcher“ zu produzieren… okay, bei seltenen D/T-Wertungen gibt es genau deshalb ja bereits einen Aufschrei 🙂

      Wer als Namens-Challenge-Owner einen Log prüfen möchte, hat also keine Möglichkeit, den „alten“ Namen einzusehen und festzustellen, ob die Bedingungen nun „seit gerade 2 Minuten nicht mehr erfüllt sind“ oder ob sie es einfach nie waren. Um das herauszufinden, müsste ein Challenge-Owner die Owner der jeweils zitierten, abweichenden Caches kontaktieren – und je nach Challengebedingung kann das ziemlich viel sein (siehe oben: Startrek-Offiziere…). Also: lieber ganz darauf verzichten.

      Es gibt auch genügend Nickname-Challenges, bei denen der Schwierigkeitsgrad letztlich von der Länge des eigenen Cachernicks abhängt – mit 4 Zeichen ist so eine Challenge locker mal eben an einem Vormittag erledigt, bei z.B. 18 Zeichen kann das schnell zum mehrtägigen Projekt mit mehreren Hundert Kilometer Wegstrecke werden. Oder „für die Challenge“ ändert man „mal eben schnell“ seinen Nick auf etwas kurzes… nein, lieber auf neue Challenges dieser Art verzichten.

      Letterboxen ohne Stempel loggen – ganz ehrlich, das Thema „Letterboxing“ ist im Geocaching-Kontext komplett verquert. Nicht nur im „du musst mit Stempel/Fingerabdruck/… loggen“, sondern auch sonst. Jahrelang galt z.B. einfach die Regel „sobald du einen Stempel in deinen Cache packst, kannst du ihn als Letterbox publishen“. Ob man die Dose nun per Listing-Koordinaten als „Quasi-Tradi“, „Quasi-Multi“ oder eher als „Quasi-Mystery“ finden sollte war egal, der Cachetyp aber doch immer der gleiche. Und mit dem „ursprünglichen“ Letterboxing per GPS-loser Wegbeschreibung hat eine Geocaching-Letterbox ja auch nicht viel zu tun (per Guideline „muß“ man ja GPS einsetzen, um die Dose zu finden…). Vielleicht wäre es da doch besser gewesen, den „anderen“ Cachetypen einfach ein Letterbox-Attribut „contains stamp“ zu verpassen statt einen eigenen Cachetyp. Ich kann mir aber auch den Aufschrei vorstellen, wenn man nun keine neuen Letterboxen mehr publishen könnte und stattdessen ein Attribut „contains stamp“ bekäme…

      Ja: in Summe hat sich dennoch erstaunlich wenig getan, in den letzten Jahren waren es eher „kleine“ Sprünge. Gleichzeitig stelle ich mir den Spagat auch als extrem schwer vor, den „alten Hasen“ immer mehr Features zu bieten, aber gleichzeitig die Einstiegshürde für Neucacher gering zu halten und möglichst wenig kaputt zu machen. Nicht auszudenken, wenn nach einem Website-Update etwa alte Logs gelöscht wären…

      Vor einigen Wochen waren Field Notes etwa kaputt-implementiert: Fieldnotes (egal, ob von Garmin oder c:geo) sind immer in UTC-Zeitzone notiert, Groundspeak interpretierte sie plötzlich aber nach Seattle-Zeit. Im GS-Forum wurde darüber ein paar Tage diskutiert, bis es schliesslich wieder funktionierte. Da an der Funktion Fieldnotes nichts „neu“ zu machen ist und auch kein neues Feature zu erwarten ist, schliesse ich eher darauf, dass jemand bei Groundspeak wohl alten Website-Code „refactored“, also nach aktuellem Stand der Technik neu umsetzt, um ihn zukünftig besser warten und Probleme fixen zu können. Und schaue ich mir z.B. die Notification-Mails, die eingeschränkten Pocket Queries, die Bookmarks, etc. an – gibt es bei Groundspeak eben ziemlich viel „alten Code“, der „runderneuert“ gehört, bei dem aber jede kleine Änderung an anderer Stelle zu einem neuen Bug führen kann.

      • Earthcaches: „Als potentieller Owner hat man da ziemliche Hürden zu überwinden – von daher ist die Fotoanforderung da noch das kleinste Thema.“

        -> Stimmt, aus dem Grunde bin ich bisher nur zu einem eigenen EC gekommen: Es ist sehr zeitaufwändig geworden. Im Sinne, diesen Cachetyp interessanter zu gestalten, kann ich es aber durchaus noch mitgehen.

        Challenge-Caches: Ja, die Probleme gab es. Aber es ist doch so: Es muss doch nicht jeder jeden Cache machen (können). Lieber mehr Raum für Vielfalt und ein paar ins extreme abgewanderte Challenges, als aufwändigen Einheitsbrei oder eine sehr stark reduzierte Vielfalt.
        Was das Überprüfen angeht: Ein Screenshot des Loggenden zum Zeitpunkt des Onlinelogs würde mir reichen. Wer das Faken will, ok, der führt sich selbst an der Nase herum.

        Letterboxen: Es gab mal einen Reviewer, der war bei meiner 1. Letterbox als Tradi mit Stempel zufrieden, bei der zweiten mit einer Peilung, bei der 3. mußte eine Clue dazu.

        Alte Hasen: Wie wäre es mit einer besseren Unterstützung für WIGs? Oder einem neuen Typ „Culture-/Art-Cache“? Einer Erlaubnis für Challenges, die sich auf das Legen von Caches beziehen? Einem Feature ähnloich wie Badgegen?
        Ich bin mir sicher, man könnte einige gute Ideen entwickeln, insofern GS auf die Community zugreifen würde.

        DB: Die DB-Abfragen, die hinter den eingeschränkten Abfragen stehen, dürften sich sehr schnell in einer Testumgebung checken und später implementieren lassen. Die Website macht den Eindruck eines bunten, ohne zusammenhängendes Konzept zusammengebauten Konstrukts. Was würden wir nur ohne project-gc.com machen? 🙂

  8. Die Headline „Weniger Caches und weniger Cacher“ lässt sich doch ganz einfach erklären, stehen sie doch direkt zueinander in einem Verhältnis. Mit dem „Hype“ kamen auch viele Cacher hinzu, damit auch wiederum viele Dosenleger (nicht jeder Cacher ist automatisch Dosenleger…).

    Einfach mal einen kleinen Blick auf die Zeit „10 Jahre zurück“: als Cacher hatte man eine Handvoll Caches in der eigenen Stadt, ein Drittel davon waren selbst gelegt. Es war vollkommen normal, dass auch ein einfacher Tradi erst nach mehreren Tagen oder Wochen den FTF erlebte, genauso war es normal, dass man „mal eben“ 100-150 km (einfacher Weg) „zum Cachen“ rausfährt und dann „eine Dose“ gefunden hat – oder bei 50m GPS-Ungenauigkeit im Wald eben doch nicht. Das war sie, die „gute alte Zeit“. Was war damals eine Dose: Filmdose („Klassiker“) oder aber etwas aus dem Baumarkt besorgtes. Gelegentlich auch die irgendwo abgestaubte Munitionskiste. „Geniale Caches“ sind aber eher unbekannt, „der Weg ist das Ziel“ und „schöne Umgebung“ gelten noch als wichtigste Ansprüche.

    Sprung auf „5 Jahre zurück“: Geocaching ist gerade angesagtes Thema, es gibt immer mehr Cacher, damit auch potentielle Dosenleger, damit auch Dosen. Die alten Hasen ärgern sich über von Neucachern gelegte Brotdosen mit Schmierzettel, loggen diese aber trotzdem. Und weil man im Log ja nichts negatives sagen sollte (sonst löscht einem der böse Owner ja den Logeintrag und damit auch den Statistikpunkt), bleibt auch konstruktive Kritik aus. Verwöhnt von der Vielzahl der Homezone-Dosen und der Logflut der ersten Tage beschliesst auch so mancher Neu-Owner, seine Dose zu archivieren, sobald sie weniger als zweimal in der Woche gefunden wird – oder er hört einfach schlicht mit dem Cachen auf, weil die „unter vier Augen“ bei Events formulierten Verbesserungsvorschläge als „da wollen mir ein paar Leute den Spaß am Spiel nehmen“ interpretiert werden. Da alle auf der OSM-Karte als „schöner Aussichtspunkt“ markierten Stellen bereits bedost sind, kommen auch aufwändig gemachte Dosen hinzu. Aber mal Hand aufs Herz: diejenigen, die ihre Wochenenden im Werkstattkeller verbringen, um in Hunderten von Handwerksstunden in Holz-, Metall- und Stoffbearbeitung oder Elektroarbeiten für „eine Dose“ ihre Zeit zu investieren, ist einfach überschaubar. Und mit jeder neuen „genialen“ Dose wächst der Anspruch für weitere Dosen: nach einer Finaldose wie bei „Hart am Wind“ traut man sich einfach nicht mehr, am Wegesrand etwas Tupperware mit einem großen Stein zu tarnen und das dann „Geocaching“ zu nennen.

    Wer als 2012-Neucacher „drangeblieben“ ist, hat heute aber auch seine Homezone ziemlich gut abgegrast und auch die letzte Leitplanken-Filmdose geloggt, nun muss man „weiter“ fahren, um bislang unentdeckte Caches zu finden. Das nimmt dem Hobby die Möglichkeit „mal eben nach Feierabend“ noch schnell eine Dose zu loggen – man kommt weniger zum Cachen. Gleichzeitig heben die „legendären Perlen“ („Cache des Monats“) den Anspruch deutlich höher. Natürlich pickt man sich dann gezielt Favoritenpunktmagneten heraus, wegen einem „Petling am Parkplatzschild“ nimmt man doch den weiten Weg nicht auf sich. Und schon könnte man sich heute so fühlen wie die Cacher vor 10 Jahren: wegen „dem einen Cache“ fährt man „mal eben“ 50-150km quer durch die Gegend. Da man aber „massenhaft Caches in Laufweite“ gewohnt ist, fängt das Meckern an – „es ist nicht mehr so wie früher“ – wobei sich das „früher“ auf die eigene Cacher-Anfangszeit bezieht, in der hinter jeder Leitplanke eine feuchte Filmdose wartete und man binnen weniger Tage Hunderte von Caches besuchen konnte.

    Man sieht als „2012-Cacher“ aber auch die eigene Homezone mit anderen Augen: wo ein Cache archiviert wurde, gab es durchaus einen Grund für die Archivierung. Auch, wenn diese Location nun „frei“ sein sollte, war sie für einen Cache wohl nicht unbedingt geeignet – wenn immer wieder Dosen gemuggled werden oder Coins im naheliegenden Kindergarten-Sandkasten auftauchen, sind die Zeichen eindeutig. Bei vielen „aktiven“ Caches haben sich auch die Owner aus dem Hobby zurückgezogen – eigentlich sollte man die Caches archivieren und sich ein „LTF-Finder“ erbarmen, der die Dose und sonstigen Geomüll einsammelt und noch 1-2 Jahre für den Owner verwahrt. Aus Statistik-Fetisch heraus um die „alte Dose“ oder „den Punkt“ wird aber weiterhin fleissig eine Tankquitting als „Notlogbuch“ in die gerissene Filmdose gedrückt statt den Mut zu finden, nach dem 10ten „needs maintenance“ (inklusive Notiz „Owner ist seit 2 Jahren nicht mehr aktiv…“) auch mal ein „needs archived“ zu benutzen.

    Dem Geocache #2000000 droht vermutlich das gleiche: gelegt von einem Neucacher mit einer Handvoll Funden, Zahlendreher in den Cache-Koordinaten (vom Reviewer gefixt, nachdem der FTF-Finder diesen Umstand gepostet hatte), Owner bereits „damals“ kaum aktiv, seit 2 Jahren gar nicht mehr aktiv. Wer wird da wohl den Logbuchtausch machen, eine Adoption ist ja nur mit Zustimmung des aktuellen Owners möglich…

    Ja, es wurde vor 5-10 Jahren auch viel Unsinn gelegt – zur Hype-Zeit meldete die Muggel-Presse Geocaching immer häufiger unter Titeln wie „Rohrbombe entpuppte sich als Spiel“, Forst&Jagd, aber auch Straßenbauämter und Polizei waren immer weniger entspannt („Ja, ihr habt zwar eindeutig professionelle Sicherungstechnik, um auf das Reklameschild vom Supermarkt zu steigen und wir wissen inzwischen, dass ihr hier nichts beschädigen möchtet. Mindestens einmal in der Woche ruft aber ein Anwohner oder ein Sicherheitsdienst an und schickt uns so zu einem fruchtlosen Einsatz raus, stattdessen hätten wir auch sinnvollere Dinge zu tun. Sorgt bitte dafür, dass entweder die Dose hier verschwindet oder die Anwohner informiert sind und uns nicht mehr zu sinnfreien Einsätzen alarmieren.“). Mein persönliches Lowlight war ein T5-Adventskalender, für den einige Dutzend Cacher anreisten und einen täglichen Run auf ein kleines Waldgebiet verursachten. Die Dosen dieses T5-Adventskalenders waren in der Regel bereits 3-4 Tage nach dem Publish „zwangsarchiviert“, weil sich das Forstamt alle paar Tage bei Groundspeak über die „neueste Dose“ beschwert hatte und eben keine Genehmigung oder auch nur Absprache vorlag (dass man Gebiete für Caches sperren lassen kann, fiel wohl keinem Beteiligten ein…).

    Von Seiten so mancher Dosenleger gab es aber in der Vergangenheit auch gezielten Reviewer-Beschiss – etwa in Form eines rätsellosen „Mystery“, bei dem man als „Fundwilliger“ vom Owner zuerst ein paar Fragen gestellt bekam („Bist du selbst oder hast du Reviewer in deinem näheren Bekanntenkreis…“) und erhielt bei den „richtigen“ Antworten eine PDF-Anleitung mit Startkoordinaten zum Multi in einem leerstehenden Fabrikgebäude (inklusive Fotos und Karte, wo das Gebäude von der Straße eingesehen werden kann, wo man das Loch im Zaun findet, um möglichst ungesehen durch ein Fenster ins Gebäude einzusteigen…). Natürlich alles mit dem Verweis darauf, dass man im Online-Log lieber „das tolle Rätsel“ loben und auf keinen Fall etwas von „Lost Place“ oder der Location erwähnen sollte…

    All solcher „Unsinn“ führte dazu, daß die Reviewer eben etwas mehr hinschauen, damit das Hobby Geocaching weniger negativ auffällt. Ja, da wird schon mal nach dem Lösungsweg eines Mystery gefragt – um zu prüfen, ob es denn überhaupt einen Lösungsweg mit Koordinaten gibt. Und ja, die Guidelines sind nicht immer messerscharf, und in gewissen Dingen hat der Reviewer einen gewissen Spielraum. Nein, nur weil „vor 5 Jahren“ in 50 km Entfernung eine ähnliche Dose gepublished wurde, hat man kein „automatisches Recht“ darauf, dass heute die eigene Dose gepublished wird – weil sich eben die Maßstäbe doch geändert haben und auch die „damals“ gepublishte Dose heute nicht (oder nur nach viel „Ermessen“) raus käme. Und plötzlich wird auch hierzulande das eingefordert, was in anderen Ländern (auch aus vielen anderen Gründen) seit Jahren Usus ist – etwa einer schriftlichen Einverständnis der Forstbehörde oder des Grundstückseigentümers, zusammen mit Kontaktdaten. Natürlich wird dann so manche „coole Dose“ eben NICHT mehr veröffentlicht, weil man als potentieller Dosenleger ja mit jemandem reden müsste – und bei einem „Hobby im Geheimen“ steht man eben nicht auf Kommunikation mit Dritten, wenn sie nicht unbedingt sein muss – also spart sich so mancher Dosenleger eher die Dose als dass er mit dem „bösen“ Reviewer sowie einem Dritten (z.B. Forst- oder Straßenbauamt) reden müsste.

    Oft wird ein Wechsel zu Opencaching/Extremcaching/sonstwas-für-einer-Plattform als „reviewerlose Alternative“ gepriesen. Tatsächlich ist der jeweiligen Behörde oder dem jeweiligen Grundstückseigentümer egal, auf welcher Plattform der Cache gelistet ist – lediglich die deutlich geringeren Nutzerzahlen dieser Plattformen sorgen für eine geringere Besucherfrequenz (drei Logs im Jahr für einen einfachen Tradi gilt bereits als „viel“) und dadurch „indirekt“ für weniger „Ärger“. Sobald es aber zu „Ärger“ kommt, agiert das Opencaching.de-Support-Team aber genauso wie es auch die Reviewer bei geocaching.com tun…

    Aus dem eigenen Owner-Bekanntenkreis weiss ich aber, dass viel von dem, was auf so manchem Event (oder auch einigen Kommentaren hier) den Reviewern unterstellt und hochgekocht wird, in der Praxis doch deutlich entspanner und weniger problematisch ist. Viele Reviewer beweisen immer wieder ein gutes Augenmaß und tragen dazu bei, das Spiel überhaupt am Leben zu erhalten. In einem mir bekannten Fall gab es rein formal einen Abstandskonflikt zwischen der (ausgelegten) Stage eines frischen T4-Multi-Mystery und einem 140m weiter liegenden, bereits länger bestehenden T2-Tradi, doch die kreative Auslegung der Guidelines durch den Reviewer als „Ablesestation“ ermöglichte so auch den „neuen“ Cache, ohne den alten Cache oder die Stage verlegen zu müssen – und der Owner bedankte sich auch entsprechend dafür im Listing sowie der ersten Note. Und ja: mit so einer kreativen Auslegung schafft natürlich auch der Reviewer dann neue Präzedenzfälle („wenn das da geht, warum dann nicht auch hier“)… und ja, bei opencaching kann man auch Dosen im Meterabstand publishen, das ist aber kein Qualitätsmerkmal 🙂

    • Hi und kurze Erläuterung zu Deinen Anmerkungen zu Opencaching.
      Bist Du Dir den sicher, dass bei Opencaching – durch die „offene“ Plattform ein „rechtsfreier“ Raum entstanden ist? Denn wenn ein Cache ein „Problemcache“ ist – warum meinst Du dann, dass er bei OC kein Problem darstellt? Differenzieren wir einmal die Betrachtungswinkel. Ein LP bleibt ein LP – egal auf welcher Plattform! Bei OC gibt es keinen Review Prozess, bei dem Du „Formulare“ oder Schriftverkehr vorlegen musst, weil man Dir den Glaubensvorschuss gibt, dass Du – sofern es eine besondere Erlaubnis für etwas brauchst, diese eigenständig VORHER besorgst und das sicherst Du mit dem veröffentlichen des Listings zu.
      Die Haftung – sofern eine besteht – liegt also weiterhin an Dir und nicht dem „Publisher“.
      Wäre aber ein Cache in seiner Form so nicht zu veröffentlichen, weil es Gründe gibt (echte – und nicht „Willkür“), dann muss auch OC als „Publisher“ handeln um sich selber nicht in die Haftung zu stellen.
      Ich frage mich – wann die Cacherwelt das mal begreift.

      OC bietet Dir andere Alternativen.
      – keine Abstandskonflikte (wer kennt das nicht)
      – kein Problem mit Dritt-Software wie Termin-Planer oder GeoCheker (so lange man dies nicht komerziell einsetzt)
      – Cachearten, die es nicht mehr gibt oder so nicht gab (WebCam Cache, Virtuals, Safari)
      – Ein „erreichbares“ Team, das neue Anregungen aufnimmt und diese in Diskussionen einbezieht und nicht gleich abschmettert.
      – u.v.m.

      • Eine „ungenehmigte Problemdose“ ist das unabhängig von der Plattform.

        Bei GC gibt es halt einen Reviewer, der bei „eher konfliktverdächtigen“ Dosen noch mal etwas nachbohrt, ehe die Dose gepublished wird – und allein diese Rückfrage sorgt dafür, dass so manche „konfliktverdächtige“ Dose eben gar nicht erst gelegt wird.

        Bei OC gilt auch die im Wiki dokumentierte Unschärfe „kann schwierig sein, den zuständigen Waldbesitzer zu finden – packe einfach eine Stashnote mit deinen Kontaktdaten in die Dose und entferne die Dose, sobald sich jemand bei dir über die Dose beschwert“. Das widerspricht auch der Regel „erst einmal die Erlaubnis besorgen“ – entspricht aber auch der bei GC in den meisten Regionen üblichen Realität.

        Zum Problem wird es erst, sobald jemand (zu recht) das Entfernen von Dosen fordert – und das möglicherweise in einer großen Menge oder Frequenz.

        So ziemlich alle GC-Alternativplattformen (OC/EC/…) haben aber deutlich weniger Nutzer und Caches als GC. Ein homöpathischer Anteil dieser Caches sind nicht auf anderen Plattformen gelistet und bekommen so noch einmal eine deutlich niedrigere „Besucherfrequenz“ als eine bei GC gelistete Dose.

        Beim jüngsten OC-Tradi (D1,5/T1,5) im näheren Umkreis wurde der FTF nach 2 Wochen gemacht, nach über einem Monat machte ich den STF. Das war vor einem halben Jahr, der TTF steht immer noch aus. Und der vor 3,5 Jahren gepublishete D1/T1 nahe am Karlsruher Schloss hat inzwischen ganze 24 Funde gesammelt: mit etwa 7 Besuchen pro Jahr ist diese Dose geradezu hoch-frequentiert. Mal eher ins Umfeld „potentieller Problemdosen“: ein sowohl auf OC als auch GC gelisteter D1/T5 unter einer Holzbrücke bei Calw hat auf GC 56 Foundlogs, auf OC hingegen nur 4 Foundlogs (und die meisten OC-Logs sind auch so identisch auf GC zu finden…).

        Published man nun einen Cache als OC-only/EC-only, kann man also eher mit einer sehr niedrigen Besucherfrequenz rechnen. Wenn ein Cache allein durch die hohe Besucherfrequenz zum Problemcache werden sollte, ist „OC/EC-only“ also eine gute Maßnahme. Da braucht es dann auch keinen Terminplaner mehr… 🙂

        Bei geringerer Besucherfrequenz ist aber auch das Risiko, „entdeckt“ oder „auffällig“ zu werden deutlich geringer – und dementsprechend treten diese Dosen weniger in Erscheinung, werden absolut gesehen seltener als „Problemdose“ wahrgenommen. Das liegt nun aber nicht daran, dass die GC-Reviewer überflüssig wären oder sich die Owner bei OC/EC/… besonders vertrauensbewusst und rechtskonform verhalten würden – es ist einfach eine Frage der Statistik.

        Spätestens Aktionen wie der genannte T5-Adventskalender mit einer Besucherfrequenz von bis zu 40 T5-Cachern am Tag und zwei Dutzend „ungenehmigten“ Dosen mit dieser Besucherfrequenz sorgt für eine gewisse „Aufmerksamkeit“, die auf keiner Plattform per „wir machen das mit einer offensichtlich nicht funktionierenden Selbstverpflichtung ohne jede Kontrolle, dafür aber mit viel Vertrauen in einen anonymen Sockenpuppen-Account vom Freemailprovider“ gelöst werden kann.

        Wird ein Cache aber nur 3mal im Jahr besucht, ist die Chance auf „Förster hat mich beim Cachen getroffen oder beschwert sich über die Dose“ einfach sehr viel geringer.

        Das bedeutet nicht, dass OC-Dosen automatisch ein „rechtsfreier Raum“ wären: bei einer GC-typischen Besucherfrequenz wäre die Dose vielleicht bereits eine „Problemdose“, während sie als OC-Only-Dose im Wesentlichen nicht besucht wird, damit nicht in Erscheinung tritt und „wo kein Kläger, da kein Richter…“.

        Und ja: nach Einführung der „T5 nur mit Genehmigung“-Regelungen sind einige (wenige) Cacher laut polternd in Richtung OC/EC gezogen, ohne die Statistik zu beachten.

        Opencaching hat bereits geringe Benutzerzahlen, „noch extremer“ wird es bei Extremcaching: für einen Zugang zu Koordinaten braucht man da die Einladung eines bereits existierenden Extremcachers. Natürlich schottet man sich so weiter ab, „will nicht gefunden werden“ und reduziert so nicht nur weiter die Besucherfrequenz, sondern auch das Risiko, dass „der Förster/Jäger/…“ sich auf der Plattform umschaut, welche „extremen“ Caches in seinem Gebiet denn so liegen, gegen die er ggf. vorgehen sollte/wollte/möchte.

        Die „Reviewer-Willkür“ ist auch in großem Maße auch regional unterschiedlich. In der Region mit dem „T5-Adventskalender“ muss man heute etwa für alle Caches beim Forstamt eine Erlaubnis einholen – auch für Bestandscaches. Dabei gibt es eine Reihe von Auflagen (keine Nachtcaches, keine T5-Caches, keine Caches in Baumhöhlen, Höhlen/Tunnel/Steinbrüche/NSG/LP/…, maximal x Meter Entfernung vom Weg) sowie beim Forstamt einzureichende exakte Koordinaten und aussagekräftige Fotos aller Stationen sowie Final. Erst mit der forstamtlichen Erlaubnis schalten die Reviewer Caches in den Waldgebieten dieser Region Caches frei – weil es einfach in der Vergangenheit zu einer Eskalation kam, die nicht anders beizulegen war. Die Alternative wäre „komplettes Cache-Sperrgebiet“ im Forst der Region, was sicherlich auch nicht im Sinne der Cacher wäre. Man hat einfach hoch gepokert und dabei seinen Vertrauensbonus komplett verspielt.

        Als Folge sind die Reviewer aber deutschlandweit mit allem bei T4+ vorsichtiger geworden und fragen eben nach einer formalen Genehmigung oder zumindest Kontaktdaten von der offiziellen Stelle, die dazu ein „okay“ gegeben hat – was genau abgefragt wird, ist eben von Region zu Region unterschiedlich, teilweise variiert es auch von Reviewer zu Reviewer. Es ist aber letztlich immer noch eine stark abgeschwächte und auf T4+ beschränkte „Litefassung“ dessen, was in der Adventskalender-Region heute für jeden noch so harmlosen Tradi am Wegesrand gilt.

        Ja, je nach Sichtweise ist das „weitere Willkür“: in der Region „nebenan“ ist es viel einfacher, Caches gepublished zu bekommen. Da muss man nur den „ich habe alle Nutzungsbedingungen gelesen, ich bin über 18 und mit allem einverstanden, ohne-diesen-Haken-geht-es-nicht-weiter“-Button ankreuzen und schon passt das.

  9. Was mich halt stört: Es gibt im Groundspeak-Forum für die Webseite so viele Verbesserungsvorschläge, wo ich als CEO sofort sagen würde „Setzt das um“. Aber was kommt? Irgendwelche neuen Souvenirs, neue Cachetypen-Icons und nur so ein Rotz.

    Dazu kommt, dass die Seite, gerade in den Abendstunden, einfach so lahm ist. Da kannst du x-mal auf der Karte auf einen Cache klicken, dieses kleine Fenster geht einfach nicht auf. Möchte an der Stelle aber nicht ausschließen, dass es an irgendwelchen Browser-Plugins liegt.

    Dass die Challenges wiederkommen, naja, kann man drüber streiten. Ich mag ja die Challenges, die einfach so nebenbei durch regelmäßiges Cachen abfallen, aber die Checkerpflicht für jede Challenge ist doof. Für einen Streak oder x Caches im Jahr geloggt, brauch ich kein Checker, da reicht ein Blick ins Profil, für komplizierte Challenges finde ich es aber gut.

    Ich hätte auch gern Virtuals und Webcams zurück. Meinetwegen auch mit einem Mindestabstand von 20 Kilometern. Gegen Sofalogs findet man doch sicher irgendeine Lösung.

    Außerdem wünsche ich mir härteres Vorgehen gegen Trolle wie…. naja ihr wisst schon 😉

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