Nachbericht: CMC III – CACHE®-MOB-CiTo 

1

Am 19. und 20. August verwandelte sich Oberursel vor den Toren der hessischen Bankenmetropole Frankfurt bereits zum dritten Mal in die Cache®-Mob-City. Und doch war dieses Jahr (fast) alles anders. 

 
In diesem Jahr stand das Event mit dem CACHE®-MOB-CiTo (GC6E5CC) ganz im Zeichen des Naturschutzes. Mit städtischer Begleitung und Unterstützung verschiedener Umweltschutzgruppen engagierten sich die CMC-Bewohner in verschiedenen Projekten. Im „Schulwald“ waren fast 40 freiwillige Helfer an verschiedenen Stationen im Einsatz: An einer Station wurden Baumarten bestimmt und mit Tafeln versehen. Nebenan wurde ein Kohlemeiler unter Anleitung von Ewald Börner wiederaufgebaut. Der gelernte Werkzeugmacher aus Waldsolms-Hasselborn war 20 Jahre lang Museumstechniker im Hessenpark. Außerdem wurde ein Insektenhotel abgebaut und an anderer Stelle komplett neu errichtet. Groß und Klein packten mit an. Kleinere Baustellen sollen pünktlich zum Schulwaldfest kommendes Wochenende fertig werden, bestätigte die Stadt Oberursel als Betreiber des Schulwaldes. Außerdem zeigten sich die anwesenden Mitarbeiter der Stadt begeistert von der guten Zusammenarbeit mit den Geocachern und waren überrascht, wie viele Familien diesem Hobby nachgehen.  

cito4
 
Absolutes Highlight war aber der erste von Geocachern gegründete Fledermauswald. In Kooperation mit dem Amt für Umwelt Oberursel, dem örtlichen Forstrevier und der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Hessen (AGFH) entstand ein bleibender CMC-Stadtteil, der auch zukünftig von den Cachern betreut wird. Bereits am Freitagabend trafen sich rund 40 Geocacher im Rushmoor-Park, um in gemütlicher Runde gemeinsam 70 Fledermauskästen zusammenzubauen, die gemeinsam von der Stadt und den Geocachern finanziert wurden. Diese wurden am Samstag trotz Regenwetter entlang einer etwa 3 km langen Wanderrunde zwischen dem Tierheim und dem Forellengut aufgehängt, auf der die Tierchen zukünftig beobachtet werden können. So erhielten die Tiere mehr als 15 neue Homezones mit ca. 70 Eigentumswohnungen auf einer Waldfläche mit der Größe von rund 32 Fußballfeldern. Das Aufhängen der Häuschen in Höhen von 4 bis 21 Metern war nur durch das von den Geocachern mitgebrachte Kletter-Equipment möglich, welches Naturschutzvereinen leider häufig fehlt.  

Einige der rund 70 Fledermauskästen
Bis zum späten Abend wurde an den Kästen gearbeitet
Bis zum späten Abend wurde an den Kästen gearbeitet

Das nachhaltige Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stadt und Geocachern soll in den kommenden Jahren betreut und weiter ausgebaut werden. So könnten in Folgeveranstaltungen bspw. die sog. Durchgangsquartiere teilweise durch Winterquartiere ersetzt oder alternative Bauformen aufgehängt werden, um weitere Fledermausarten anzusiedeln. 
 
Begleitet wurde dieses Projekt von zahlreichen Aktionen. Dr. Kija Spruck von der AGFH erläuterte in einem Vortrag zum Fledermausschutz was man zu Hause tun kann und was man wissen muss. Außerdem hatte sie einen kleinen Fledermaus-Findling dabei. Sie zeigte sich begeistert über das Interesse der Teilnehmer und freute sich, soviel Wissen vermitteln zu können. Stefanie Kruse vom NABU Bad Soden führte die Geocacher im Rahmen der „BatNight“ exklusiv durch die Welt der fliegenden Kobolde und erklärte den „BatDetector“: „In der Dunkelheit sah man die Fledermäuse zwar nicht mehr, aber man konnte sie hören, sie waren überall um uns herum. Der Maasgrund ist ideales Fledermausgebiet. Dort leben schon jetzt viele verschiedene Arten.“ 

Interessierte Zuhörer beim Vortrag zum Thema Fledermausschutz mit Kaija Spruck
Interessierte Zuhörer beim Vortrag zum Thema Fledermausschutz mit Kaija Spruck

 
Im Rahmenprogramm des Eventwochenendes (GC6E3KR), zu dem von Freitag bis Sonntag mitten in Oberursel gezeltet werden durfte, gab es einiges zu erleben: Am Freitagabend wurde der Frankfurter Beitrag zum „GIFF 2016“ vorgestellt, danach lief der „GIFF 2015“. Der Samstagabend konnte entspannt am kostenfreien Open-Air-Kino ausklingen. Daneben gab es gemütliche Feuertonnen-Nächte, gemeinsames Stockbrot backen und vergünstigten Eintritt ins Tauna-Bad. Wurst und Steaks lieferte Metzger Klein, der sich gerne für soziale Projekte engagiert. Die Getränke steuerte der Getränkemulti an der Hohemarkstrasse bei. „Ich finde die Projektidee absolut toll. Wir sitzen oft abends beim Grillen draußen und beobachten die leider rar gewordenen Tiere.“, so sein Team. Da half man gerne, das Geocacher-Projekt „Koboldwald“ zu unterstützen. Beide Kooperationspartner spendeten große Teil der Verpflegung, so dass in Kooperation mit dem Kunstgriff, der Stadt und den genannten Spendern künftig eine beschilderte Inforunde zum Thema Fledermäuse im Stadtwald entsteht. Das erste Schild konnte gemeinsam mit allen aus den Einnahmen des Wochenendes finanziert werden. 

Neben allen spannenden Neuigkeiten rund um die von „Taunus-Cacher“ , „Geocaching Rhein-Main e. V.“ und „Kunstgriff e. V.“ gemeinsam organisierte CMC blieb doch eine bekannte Aktion bestehen: Der Event-Samstag begann mit dem Flashmob in der City, bei dem Geocacher fünf Minuten in einer für einen CiTo typischen Haltung „eingefroren“ verharrten.  


Der Text und die Bilder wurden uns freundlicherweise vom Orga-Team des Events zur Verfügung gestellt!

1 Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

*