Wenn das Bombenkommando zum Cache kommt

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Schon öfter ist es vorgekommen, dass vermeintlich originelle Geocaches oder „verdächtiges“ Verhalten von Geocachern zu Polizeieinsätzen geführt hat.

Am vergangenen Sonntag musste die Polizei in Hofheim (Main-Taunus-Kreis) ausrücken, da Zeugen mehrere vermeintlich verdächtige Personen an einem Baum zwischen Hochheim und Flörsheim-Keramag, gesehen hatten. Die Personen hätten sich danach „auffallend“ zügig entfernt. Die Zeugen begutachteten dann selbst den Baum und entdeckten zwei Kunstoffröhren die mit Draht verbunden waren. Die daraufhin verständigte Polizei rief schließlich den Kampfmittelräumdienst, weil der Verdacht bestand, dass es sich um eine Sprengvorrichtung handeln könnte.

Der herbeigerufene Kampfmittelräumdienst sprengte die Verbindung der Röhren und identifizierte diese mit Hilfe eines Röntengerätes als Geocache.

Für den Einsatz waren fünf Funkstreifenwagen, der Kampfmittelräumdienst, ein Löschzug der Feuerwehr und ein Rettungswagen im Einsatz. Dafür musste eine angrenzende Landstraße für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden.

Laut Polizei wird nun gegen die Geocacher ermittelt.

Sicherlich ist es im Nachhinein schwierig zu sagen ob Zeugen oder Polizei überreagiert haben oder der Cache-Besitzer zu leichtfertig war. Basierend auf zahlreichen Vorfällen in der Vergangenheit kommt man aber nicht mehr drumherum besondere Sorgfalt bei eigenen Caches walten zu lassen. Manche Verstecke die vielleicht vor ein paar Jahren noch originell waren, sind in der heutigen Zeit eventuell nicht mehr angebracht. Hier ist die Sorgfalt der Owner aber auch der Cacher gefordert, die eventuell unpassende Caches melden.

Quelle: Polizeipräsidium Westhessen / Pressestelle

3 Kommentare

  1. Ich habe heute morgen auch darüber geschrieben: http://cacheback.de/?p=676

    Das Problem liegt meiner Meinung nach in einer zunehmenden Hysterisierung der Gesellschaft. Ob die gewollt ist oder nicht sei den Verschwörungstheoretikern überlassen – unzweifelhaft stellt sie aber ein Problem für uns dar.

  2. Schon sehr bedenklich: Das scheint wohl dieser Cache (http://coord.info/GC5Q5AH Abwasser 2.0) zu sein.
    ERSTENS wurde der schon mal „professionell“ zerstört: Der Chaot legte sogar eine speziell gestaltete Visitenkarte bei den Überresten. Das zeugt schon von einem ziemlichen Arbeitseinsatz, und lässt mich ratlos.

    ZWEITENS wurde der jetzt sogar von der Polizei zerstört.
    Ich wundere mich, was die für Phantasien hat. Laut Google Earth ist da NICHTS in der Nähe. Einzig ein Jüdischer Friedhof ist da in einigen Kilometern Entfernung. Nachdem, was ich in den Fotos gesehen habe, ist da bloß ein Abwasserrohr mit einem Motor, aus dem man eine Logdose herablassen kann, und ein Kabel, an dem der Cacher eine Batterie anschließen kann, um den Mechanismus zu aktivieren. Die ‚Bombe‘ ist in etwa vier Metern Höhe montiert und unten offen. WAS haben sich die bloß gedacht? Ist das so, dass regelmäßig Präsident Obama oder ein anderes hohes Tier einfliegt und genau dort an diesen Baum pinkelt? Oder wollte dieser enthusiastische Cache-buster endlich mal so RICHTIG Panik verbreiten, und lacht sich jetzt ins Fäustchen, weil er jetzt auch die Polizei verarscht hat?

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