Am schönsten Arsch der Welt – Bernhard Hoëckers neuestes Buch

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Comedian, Autor, Geocacher & Allround-Talent Bernhard Hoëcker hat wieder zugeschlagen. Nach Büchern über Geocaching, Rallys in den Orient und Vergessen Plätze ist in diesen Tagen das neuste Buch von Bernhard erschienen.

Am schönsten Arsch der Welt ist der etwas ungewöhnliche Name des Buches in dem Bernhard, zusammen mit Co-Autor Tobi Zimmermann, seine Erlebnisse in Neuseeland niederschreibt. Zu dem „Projekt Neuseeland“ war es überhaupt erst gekommen, weil die Tourismusbehörde „Travel New Zealand“ in Deutschland für Neuseeland als Reiseziel werben wollte. Schnell war man dabei auf Tausendsassa Bernhard Hoëcker gestoßen und hatte ihn im das ideale Testemonial gefunden.

Doch Bernhard sollte nicht einfach nur nach Neuseeland reisen und danach in die Kameras sagen, wie toll es dort sei. In einer aufwändigen Kampagne wurde auch das heimische Publikum mit einbezogen. Via Internet konnten Vorschläge mit Aufgaben eingereicht werden die Bernhard schließlich vor Ort erledigen sollte. Einen gigantischen Kauribaum umarmen, entspannt in luftiger Höhe von fast zweihundert Metern auf dem Sky Tower flanieren, ein Bad im blubbernden Schlammgeysir von Hell╔s Gate nehmen oder als Hilfspostbote für die Halbinseln an den Malborough Sounds Briefe austragen – das sind nur einige der Aufgaben die Bernhard auf seiner Tour durch Neuseeland meistern musste. Herausgekommen ist dabei eine glaubwürdige und unglaublich sympathische Werbekampagne für ein ebenso sympathisches Land.

Ebenso wie die vorherigen Werke macht es unglaublich Spaß Bernhards Erlebnissen in Text und Bild zu folgen. Kommentiert werden Bernhards Erlebnisse natürlich auf seine gewohnt humorige und belehrende Art und Weise. Wer die bisherigen Bücher von Bernhard mochte macht ganz sicher auch bei diesem Buch nichts falsch. Und auch wenn es in diesem Buch mal nicht um Geocaching oder Verlorene Orte geht – der interessierte, reisefreudige Geocacher findet ganz sicher auch Gefallen an diesem Werk von Bernhard Hoëckers.

Interview mit Bernhard Hoëcker

Herr Hoëcker, zusammen mit Tobias Zimmermann haben Sie ein Buch über Neuseeland geschrieben: „Am schönsten Arsch der Welt“. Wie viele Ärsche hat die Welt denn und warum ist der neuseeländische so besonders schön?

In diesem Fall ist es natürlich so: Der Arsch der Welt ist etwas, das sehr weit weg ist. Und wenn man nur noch ein bisschen weiter wegfährt als Neuseeland, dann landet man im Wasser. „Arsch der Welt“ passt also. Und es ist schön! Der weite Weg lohnt sich! Diese Kombination aus Landschaft, Natur, Tieren, Pflanzen und Menschen ist toll.

Wussten Sie das schon vor Ihrer Reise oder wie ist die Idee entstanden, nach Neuseeland zu fliegen?

Ich hatte schon immer Neuseeland als ein Traumziel im Kopf, was einerseits durch diverse positive Vorurteile entstanden ist, und anderseits durch den Konsum sämtlicher Herr der Ringe-Videos in mehreren Sprach- und Langfassungen. Letztendlich dazu gekommen ist es, dass Neuseeland Werbung für sich selber machen wollte in Deutschland und jemanden gesucht hat, der da runter fährt und eine Kampagne macht. Und da habe ich natürlich nicht lang nachgedacht und gesagt: Klar fahr ich da runter. Und ich hatte ja dann einiges dort zu erledigen…

Wie dürfen wir uns das vorstellen?

Am Anfang der Reise haben ganz viele Internetuser Vorschläge gemacht, über 4000 Vorschläge, was man in Neuseeland alles machen kann. Dann haben wir im Vorfeld für jeden Tag drei Vorschläge rausgesucht, die machbar waren. (Einmal um Neuseeland paddeln ist an einem Tag leider nicht möglich.) Auch Vorschläge wie: Laufe nackt herum und schau, wie prüde Neuseeländer sind, sind zum Glück im Vorfeld abgelehnt worden. Und aus diesen drei Vorschlägen haben dann jeweils die User 24 Stunden Zeit gehabt, einen auszuwählen, durch ein ganz normales Voting.

Was war die schwierigste Aufgabe?
Und auf welche Aufgabe hätten Sie gern verzichtet?

Die schwierigste Aufgabe war, meinen Namen mit Handtüchern in den Strand zu legen. Ich mag Sand nicht so sehr und es war einfach sauanstrengend, weil wir relativ früh angefangen haben. Da hatte ich natürlich eine Jacke an. Aber als es dann 12 Uhr mittags war, wurde einfach immer, immer heißer, aber ich musste die Jacke anbehalten, damit das Bild passt… Alle anderen Sachen waren gigantisch!

Schon mal über ein Gesichtstattoo nachgedacht?

Ein Gesichtstattoo nicht, weil das doch sehr, sehr martialisch ist. Ich habe eins gesehen bei einer Frau, die hatte so einen Business-Anzug an, war mit zwei Geschäftsleuten unterwegs. Und sah schon ganz interessant aus.
Im Nachhinein ist ja das Schöne an dem Buch gewesen, dass ich viele neue Dinge gesehen habe. Das Buch ist eigentlich eine Art Tagebuch und Tobi kommentiert das von zu Hause. Der war ja gar nicht mit – ich gebe es eh zu: es ist unverschämt, einen Reiseführer über Neuseeland zu schreiben, wenn man da zehn Tage war. Das ist irgendetwas zwischen vermessen und Hybris. Insbesondere wenn der zweite Autor noch nicht mal da war, noch nie! Dann trotzdem so zu tun, als würde man sich auskennen!

Was haben Sie von den Neuseeländern gelernt?

In Waipu haben wir uns einen Naturpark angesehen, unter Naturschutz. Da hat uns ein Maori tolle Bäume gezeigt und uns erklärt, wie die sich vermehren. Die sind mehrgeschlechtlich! An einem Stamm gibt es einen dicken, runden Weiberzapfen und einen überraschenderweise dünnen, langen männlichen Zapfen, und irgendwann schwillt dann der Weiberzapfen an und öffnet sich. Dann schießt der Mann seinen Samen heraus in der Hoffnung, in einen dieser Weiberzapfen zu treffen. Der schwillt dann an und dann platzt er und dieses ganze Zapfengezapfe was da so rangezapft ist, das fällt dann zu Boden, fliegt ein bisschen und manchmal kommt dann ein neuer Kaoribaum raus. Und der Mann ist nach dem Spermadingens tot. Irgendwie bin ich mit meiner Biologie viel zufriedener.

Im nächsten Leben Schaffarmer in Neuseeland, wär‘ das was? Oder lieber ein Kiwi? Oder doch lieber irgendwas, was ganz weit weg fliegen kann?

Im nächsten Leben gerne Neuseeland – aber Schaffarmer nicht. Eher Ranger. Ich bin halt ein Outdoortyp: ich liebe Wandern, ich liebe Kanufahren, und wenn ich mir jetzt so eine Berufsgruppe ausdenke, fallen mir außer jungen, hippen, gutaussehenden, verbrannten, aber schlecht frisierten Jungs, die Kanus verleihen, nur die Ranger ein, die die ganze Zeit in den Bergen rumlaufen und gucken, dass die Wege frei sind und Hütten betreiben. Das wäre dann eher mein Ding.

Ihre drei wichtigsten Tipps für Neuseelandreisende?

Die drei wichtigsten Tipps sind:

Erstens keine Angst vor der langen Anreise haben, auch wenn man nicht so viel Urlaub hat. Auch wenn es nur zwei oder drei Wochen sind, lohnt es sich. Denn die zwei Tage, die man länger unterwegs ist, kriegt man mit einem grandiosen Land ausgezahlt.

Der zweite Tipp ist: nicht versuchen, in der Zeit das gesamte Land kennenzulernen. Es ist auf jeden Fall besser, sich nur auf eine Insel zu konzentrieren (die Südinsel ist mein persönlicher Tipp) und dann drei, vier Tage eine Wanderung machen oder eine Kanufahrt oder an einem Ort bleiben und Kurzausflüge machen.

Und als drittes: ein Mückenspray. Denn die haben extrem kleine, fiese Drecksmücken, die sogar James Cook als die nervigsten Mücken der Welt bezeichnet hat.

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Das Buch ist seit 12.10.2012 erhältlich und kann unter anderem bei amazon.de bestellt werden.

Am schönsten Arsch der Welt: Bekenntnisse eines Neuseelandreisenden

Autoren:
Bernhard Hoëcker und Tobias Zimmermann

Verlag:
Bastei Lübbe

Erhältlich als:
Taschenbuch mit 304 Seiten für 12,99€
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Hörbuch (Audio CD) für 14,99€

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Das Bildmaterial & Teile des Texts stammen vom Bastei Lübbe Verlag!

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