Fitness-Armband Fitbit Flex im Test

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Seit dem vergangenen Jahr sind Fitness-Armbänder und Aktivitätstracker einer der ganz großen Trend der Branche. Auch bei outdoor-aktiven Freizeitsportlern erfreuen sich diese „electronic wearables“ immer größerer Beliebtheit.

Das aus San Francisco stammende Unternehmens Fitbit gehört zu den Vorreitern der Fitness-Armbandwelle. Grund genug das wir uns das Fitbit Flex einmal genauer anschauen.

Das Flex ist seit dem Spätsommer des letzten Jahres in Deutschland erhältlich und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Derzeit muss man knapp 100 Euro in das Fitbit Flex investieren. Dafür erhält man zwei Armbänder (140 – 176 mm und 161 – 209 mm Länge), den eigentlichen Tracker sowie ein Bluetooth USB-Dongle und ein USB-Ladekabel. Das Flex ist in verschiedenen Farben, unter anderem auch in neutralem schwarz oder schiefergrau erhältlich. Wer es bunter mag kann aber auch auf eine pinke Variante zurückgreifen. Außerdem gibt es die reinen Armbänder auch noch in weiteren Farben.

Technik

– Gewicht: 19 bis 23 Gramm
– Lithium-Ionen Akku für ca. 5 Tage Laufzeit
– interner Speicher für bis zu 7 Tage minutengenaue Erfassung
– Bluetooth 4.0 Schnittstelle
– Sensoren: 3-Achsen-MEMS-Beschleunigungsmesser
– wasserabweisend und bis zu zehn Meter tauchfähig

Fitbit hat einiges in das kleine, leichte Armband gepackt. Der Akku sorgt für rund 5 Tage Nutzungszeit wobei ich in der Praxis trotz ununterbrochener Verwendung auch gelegentlich 7 Tage erreichen konnte. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt erfreulicherweise per Bluetooth, ein Anstecken des Armbands an das Smartphone wie beispielsweise beim Jawbone Up ist nicht notwendig. Die entsprechende App wird für Apple iOS und Android angeboten.

Das Fitbit Flex mit eingelegtem Tracker (oben links), das reine Armband in alternativer Länge (oben rechts) und unten der Ladedongle
Das Fitbit Flex mit eingelegtem Tracker (oben links), das reine Armband in alternativer Länge (oben rechts) und unten der Ladedongle

Auch wenn das Flex nicht über ein Display verfügt, so gibt es doch mit Hilfe von 5 weißen LED´s und einem Vibrationsmotor entsprechendes haptisches und optisches Feedback.

Optik & Komfort

Da das Flex mit zwei unterschiedlichen Armbändern ausgeliefert wird, die jeweils auch noch einmal längenverstellbar sind, passt sich das Flex problemlos an dünnere und dickere Arme an. Durch das geringe Gewicht spürt man das Flex im Alltag nahezu gar nicht und auch optisch ist es eher unauffällig. Auch bei sportlichen Aktivitäten stört es eigentlich gar nicht.

Auf jeden Fall ist das Flex sehr gut verarbeitet und sollte so auch bei intensiver Nutzung lange Freude bereiten. Sollte das Armband doch einmal nicht mehr so toll aussehen oder beschädigt sein, gibt es für rund 10 Euro Ersatz.

Praxis

In erster Linie ist das Flex ein Schrittzähler wobei man ihm andererseits mit dieser Einstufung auch wieder unrecht tut, denn letztendlich ist es doch mehr. Das Flex erkennt mit seinem Beschleunigungssensor die eigene Bewegung und hilft dabei eigene Tagesziele aufzustellen und zu kontrollieren ob man diese erreicht. Auswerten lässt sich das sehr gut in der App aber die fünfstufige LED-Anzeige erlaubt einen schnellen Blick zwischendurch wie viel des eigenen Tagesziels man bereits umgesetzt hat. Durch ein kurzes Antippen des Armbands leuchtet die LED-Anzeige auf, leuchten alle 5 LED´s auf, hat man das eigene Tagesziel erreicht. Dabei zeichnet das Flex nicht nur die bloße Anzahl an Schritten auf sondern ermittelt daraus auch die zurückgelegte Wegstrecke, die verbrannten Kalorien und die tatsächlich Minutenzahl die man körperlich aktiv war.

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Ein echter Mehrwert ergibt sich aber natürlich erst mit der zugehörigen App die es für Android und Apple iOS gibt. Hier kann man die eigenen Ziele festlegen und auch für die Überwachung von Werten die das Flex nicht automatisch erfasst, lässt sich die App verwenden und wird so zum persönlichen Gesundheitsberater. So kann man beispielsweise das eigene Gewicht, die Ernährung und auch die Flüssigkeitsaufnahme überwachen.

Sehr nützlich auch die Erinnerungs- bzw. Weckfunktion. Hat man in der App eine Uhrzeit hinterlegt, erinnert oder weckt das Armband per dezenter Vibration zu dieser Uhrzeit.

Neben der Aktivitätsüberwachung dient das Armband auch zur Überwachung der eigenen Schlafqualität. Durch die flache unaufdringliche Konstruktionsweise stört es auch beim Schlafen nicht. In der App lässt sich dann einfach auswerten wie lange die Schlafphase war und wie oft man nachts aufgewacht ist.

Die Synchronisation erfolgt mit dem eigenen Smartphone in Echtzeit oder auch per PC oder Mac. Dank Bluetooth erfolgt die Synchronisation auch am PC/Mac drahtlos.

Badges zur Motivation
Badges zur Motivation

Zur eigenen Motivation dient auch das Badges-System. Je nach Anzahl der zurückgelegten Strecke und anderer erreichter Ziele werden für tägliche, wöchentliche sowie Gesamtleistungen unterschiedliche Auszeichnungen vergeben.

Dank der integrierten Social-Funktionen kann man seine eigenen Leistungen auch mit denen der eigenen Familie, Freunde oder anderen Flex-Nutzern vergleichen. Dank der Rangliste sieht man auch immer ganz genau wo man im Vergleich zu Freunden und Familie steht. Ich muss gestehe, seit dem einige Freunde ebenfalls ein FitBit Flex nutzen, bin ich bei den abendlichen Jogging-Runden auch extra schon einmal ein oder zwei Kilometer extra gelaufen nur um in der Rangliste besser dazustehen – Ziel erreicht!

Nach all dem Lob gibt es aber dennoch etwas zu kritisieren. Der Ladevorgang ist dann zwar nicht wirklich kompliziert aber dennoch auf Dauer ein ganz klein wenig nervig. Denn um den Tracker zu Laden muss er aus dem Armband herausgenommen und in eine kleine Ladevorrichtung gelegt werden. Das ist nicht sonderlich aufwändig und kompliziert, nervt aber dennoch manchmal. Positiv ist, dass der aktuelle Ladezustand auch in der App angezeigt und man gegebenenfalls daran erinnert wird, das Flex mal wieder aufzuladen.

Das Fitbit Ökosystem

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Entscheidend für den Erfolg eines Produktes ist heute auch immer mehr wie es dem Hersteller gelingt ein eigenes Ökosystem rund um das Produkt aufzubauen und so den Nutzer zu binden. Hier ist Fitbit auf einem guten Weg und bietet passend zu den Fitness-Trackern auch die Waage Aria an. Diese ist via WiFi mit dem heimischen Netzwerk verbunden und protokolliert alle Messvorgänge und synchronisiert diese mit dem eigenen Fitbit-Account. Dabei ermittelt die wirklich schicke Waage Gewicht, Körperfettanteil und BMI. Erhältlich ist die Waage für 119,95 Euro in schwarz und weiß.

Ebenso positiv ist, dass auch andere Fitness-Apps auf die vom Flex ermittelten Werte zugreifen können. Apps die das Fitbit Flex unterstützen sind zum Beispiel Runkeeper, Endomondo oder My Fitness Pal.

Fazit

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Zeitweise verwende ich im Test bis zu drei Fitness-Tracker. Neben dem hier getesteten Flex auch noch das Jawbone Up und das Withings Pulse. Derzeit hat sich das Flex zu meinen Favoriten herauskristallisiert und das liegt vor allem an der bequem Bluetooth-Synchronisation mit PC und Smartphone. Auf Dauer hat mich das Fehlen von Bluetooth beim Up von Jawbone doch ein wenig genervt. Fitbit ist es gelungen ein sehr gutes, rundes Paket abzuliefern. Die App ist umfangreich und übersichtlich, die Synchronisation klappt einwandfrei und auch das Flex selbst kann mit guter Verarbeitung zu überzeugen.

Die Akkulaufzeit geht in Ordnung nur der Ladevorgang könnte gern ein wenig bequemer sein. Insgesamt bin ich aber auch nach Wochen der Nutzung sehr begeistert vom Fitbit Flex und trage es dabei rund um die Uhr. Nicht zu unterschätzen und sehr motivierend sind auch die sozialen Features wie das Vergleichen mit Freunden oder das Auszeichnungssystem.

LINK: Fitbit Homepage
LINK: Fitbit bei facebook