Zwei Tote beim Geocaching in Prager Kanal

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Nicht nur in zahlreichen Gebieten Deutschlands kam es am Samstag zu schweren Unwettern. Auch in den Nachbarländern gab es teils schwere Regenfälle.

In Prag ist in Folge der schweren Regenfälle zu einem tragischen Unglück gekommen. Eine 27-jährige Frau die mit drei Begleitern in einem Kanal des kleinen Bachs „Motolský potok“ auf Geocaching-Tour war, wurde von einer FLutwelle überrascht. Sie konnte nur noch tot aus der Moldau geborgen werden. Zwei Begleiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und Hilfe holen, ein weiterer Begleiter wird noch vermisst.

Das teils unterirdische Kanalsystem an der Prager Moldau-Mündung ist bei Geocachern recht beliebt, gibt es hier doch einige herausfordernde Dosen.

Dieses tragische Unglück zeigt wieder einmal, dass Geocaching ein durchaus gefährliches Hobby sein kann. Kanäle, Abwassersysteme und ähnliche Orte sollten nach und bei starken Regenfällen absolut tabu sein.

Update
Nachdem die Suche nach dem zweiten Vermissten die tschechische Bevölkerung tagelang in Atem hielt, herrscht nun traurige Gewissheit. Der vermisste Geocacher wurde am Freitag tot aus der Moldau geborgen. Entdeckt hatten die Leiche eine Mutter mit zwei Kindern, bei einem Tretboot-Ausflug.

Das Unglück hat weitreichende Konsequenzen für Geocaching in Prag. So hat der Stadtteilbürgermeister Pavel Richter angekündigt alle Geocaches in seinem Stadtteil überprüfen und gefährliche Caches gegebenenfalls entfernen zu lassen.

Titelbild: Archiv

3 Kommentare

  1. Hallo, gut dass so etwas öffentlich gemacht wird. Man begibt sich bei diesem Hobby freiwillig in Situationen, in die man sich ungeuebt niemals hineinbegibt.

  2. Schade um die „gefährlichen Dosen “ !!!

    Jeder der sich an solche Dosen/Orte heran traut , sollte intelligent genug sein , zu wissen , daß sich in Kanälen nunmal aus vielen kleinen Abflüssen ein grosser Strom entwickelt . Das ist einfache Physik und total dämlich , wenn jemand so dämlich ist und bei solchem Wetter (welches ja vorher schon bekannt gewesen sein dürfte) in Kanalisationen herum spielt .

    Mir tut es für die Hinterbliebenen leid , daß sie wegen Egoismus und Dummheit nun einen langen Leidensweg vor sich haben .

    Und mir tut es für die Geocacher leid , die trotz guter Planung und Organisation nun gewisse Ziele in Prag (und bald evtl mehr) nicht mehr ansteuern, suchen und finden können .

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