Die Fledermausschutzzeit hat begonnen

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Seit dem 1. Oktober ist es wieder soweit: Der Beginn der Fledermausschutzzeit erfordert auch von uns Geocachern einige Maßnahmen und Rücksichtnahme.

Fast alle heimischen Fledermausarten sind als bedrohte Tierarten eingestuft. Deshalb stehen diese unter dem besonderen Schutz des Gesetzgebers. Seit dem des Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, § 39, Abs. 6) zum 1. März 2010 novelliert wurde, gilt in ganz Deutschland eine einheitliche Fledermausschutzzeit vom 1. Oktober bis 31. März. In diesem zeitraum ist es verboten Höhlen und andere unterirdischen Räume aufzusuchen, da diese oft als Winterquartier von Fledermäusen dienen.

Der Schutz der Fledermäuse erfordert auch von uns Geocachern Maßnahmen. Groundspeak hat die nötigen Schritte im eigenen Wiki gut zusammengefasst:


Owner von Geocaches in Höhlen, Stollen, Erdkellern usw. sollten daherso verfahren:

1. Die Dose vor dem 1. Oktober einsammeln.

2. Am Beginn des Cachelistings dauerhaft (also auch außerhalb der Schutzzeit) einen Text einfügen, dass der Cache während der Fledermausschutzzeit nicht vorhanden ist.
Beispiel: „Dieser Cache ist während der Fledermausschutzzeit vom 1. Oktober bis zum 31. März nicht vor Ort, eine Suche daher zwecklos. Found-It-Logs werden in diesem Zeitraum gelöscht.“
Bitte keine Grafik dafür verwenden (zumindest nicht ausschließlich) – diese steht auf GPS-Geräten nicht unbedingt zur Verfügung. Auf diese Weise kann sich kein Sucher mehr mit veralteten Daten herausreden.

3. Das Listing vor dem 1. Oktober unter Hinweis auf die Fledermausschutzzeit und die entfernte Dose deaktivieren.
Beispiellog: „Dieser Cache ist während der Fledermausschutzzeit vom 1. Oktober bis zum 31. März nicht vor Ort, eine Suche daher zwecklos. Found-It-Logs werden in diesem Zeitraum gelöscht.“

4. Anfang April – wenn der Winter dann noch andauern sollte erst später – die Dose wieder vor Ort platzieren und das Listing aktivieren.

Owner die sich nicht an dieses Verfahren halten, riskieren wegen Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht die sofortige und dauerhafte Archivierung ihres Listings.

Wichtig ist, dass Ihr als Owner Verantwortung beweist, und die entsprechenden Dosen am besten entfernt. Während der Schutzzeit eingehende Logs sollte man umgehend löschen um nicht weitere Nachahmer auf den Plan zu rufen.

Um in Eurem Listing auf die Schutzzeiten hinzuweisen, könnt Ihr auch die Infografik vom „LA Team“ in Euer Listing einbauen.

Infos zu Fledi

Wie das funktioniert erfahrt Ihr auf der entsprechenden Internetseite des Teams. Zusätzlich zur Infografik sollte aber auf jeden Fall noch ein Hinweis in Textform vorhanden sein, denn auf vielen GPS-Geräten werden Grafiken und HTML-Code nicht korrekt angezeigt.

Es liegt also an jedem einzelnen Owner und natürlich auch an den „Suchenden“ auf Fledermausschutzzeiten Rücksicht zu nehmen. Das gilt auch für Winterquartiere von Fledermäusen die eventuell nicht vom Naturschutzgesetz erfasst sind, denn auch in alten Kellern z.B. auf Lost Places trifft man häufiger auf die fliegenden Säugetiere.

Vermeidet mit Eurem Verhalten negative Berichterstattung über unser Hobby und tragt zum Schutz der bedrohten Arten bei!

Newsbild: siamphotos / 123RF Stockfoto

2 Kommentare

  1. „Am Beginn des Cachelistings dauerhaft (also auch außerhalb der Schutzzeit) einen Text einfügen, dass der Cache während der Fledermausschutzzeit nicht vorhanden ist.[…] Bitte keine Grafik dafür verwenden – diese steht auf GPS-Geräten nicht unbedingt zur Verfügung[…]“
    Und unten dann:
    „Um in Eurem Listing auf die Schutzzeiten hinzuweisen, könnt Ihr auch die Infografik vom “LA Team” in Euer Listing einbauen.“

    Was denn nun?

    • Das 1. ist der Hinweis von Groundspeak.

      Beim Hinweis auf die Garfik haben wir extra noch einmal erwähnt, dass ein zusätzlicher Texthinweis sinnvoll ist.

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