Im Test: Wiko Rainbow Lite

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Smartphones des französischen Herstellers Wiko haben wir bereits mehrfach auf gocacher getestet. Mit dem Rainbow Lite muss sich nun ein Gerät aus dem Einsteigersegment unserem Urteil stellen. Wie es trotz seines niedrigen Verkaufspreises von nur 119 Euro abschneidet, erfahrt Ihr in diesem Test!

Mit den Smartphones ist das so eine Sache. Der eine möchte immer das neueste HighEnd-Modell im schicken Metallgehäuse und allem technischen Schnick-Schnack den der Markt hergibt. Darüber hinaus gibt es über auch genügend Anwender, denen ein einfaches aber funktionierendes Smartphone genügt. Ob das Wiko Rainbow, welches selbst im Einsteigersegment eher am unteren Bereich der Preisspanne angesiedelt ist, diesem Anspruch genügt war die spannende Frage die unser Test klären sollte.

Der erste Eindruck

In der schlichten Pappverpackung befindet sich neben dem Wiko Rainbow Lite samt wechselbarem Akku auch noch ein 220V-Ladegerät samt USB-Kabel, eine mehrsprachige Kurzanleitung und ein einfaches In-Ear-Headset.

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Beim Design liefert Wiko gewohnte Kost. Ein schlichtes aber gut griffiges Kunststoffgehäuse lassen das Rainbow Lite nicht aus dem Markt hervorstechen. Die gute Verarbeitung ohne Spaltmaße und knarzende Teile sorgen dafür, dass sich das Gerät dennoch gut behauptet. 160 Gramm sind auch für ein 5 Zoll Smartphone recht viel, da es ansonsten aber recht schlank und kompakt ist vermittelt das Gewicht eher den Eindruck von Wertigkeit. Der erste Eindruck ist also durchaus positiv und macht neugierig auf die inneren Werte.

Technik

Generell sind Wiko-Geräte meist sehr konkurrenzfähig was die Ausstattung im Vergleich zu Mitbewerbern der gleichen Preisklasse betrifft. Kernstück ist natürlich das 5 Zoll Display. Die Auflösung des IPS-Displays beträgt 480 x 854 Pixel. Für ein 5 Zoll Smartphone ist das natürlich relativ wenig – berücksichtigt man aber den Preis und die Tatsache, dass das Rainbow Lite eher nicht als Multimedia-Allrounder eingesetzt wird, geht die Auflösung noch in Ordnung. Die Ausleuchtung ist auf jeden Fall sehr gut und auch im Freien ist das Display noch ordentlich ablesbar.

Angetrieben wird das Gerät von einem 1,3 GHz QuadCore-Prozessor von MediaTek (MT6582). Sicherlich kein Geschwindigkeitswunder – normale Aufgaben erledigt dieser aber durchaus flüssig und auch das Scrollen durch die Menüs erfolgt durchaus flüssig, es sei denn zuviele Apps laufen im Hintergrund und bremsen das System aus. Gemessen am Preis geht dann auch die Ausstattung mit einem Gigabyte RAM-Speicher in Ordnung.

Der interne Speicher beträgt 8 GB, kann aber natürlich mit microSD-Karten erweitert werden. Von den 8 GB Speicher stehen im Auslieferungszustand noch rund 4,7 Gigabyte zur Verfügung.

Auf LTE muss man beim Rainbow Lite verzichten, ansonsten sind aber GPS, WLAN (802.11 b/g/n) und Bluetooth 4.0 mit an Bord.

Punkten kann das Rainbow Lite – wie alle Wiko-Modelle – mit dem DualSIM Slot. Es können also auch hier zwei SIM-Karten gleichzeitig verwendet werden. Das ist im Urlaub besonders praktisch wenn man sich zum Beispiel eine lokale Prepaid-Karte holt oder wenn man im Alltagseinsatz berufliche und private Kommunikation trennen will und dabei kein zweites Smartphone einsetzen möchte.

Als Android-Version setzt Wiko die recht aktuelle Version 5.0 ein. Auch wenn Version 5.1 bereits veröffentlich ist, ist Wiko hier auf einem guten Weg und die recht aktuelle Version des kaum durch Zusätze veränderten (und meist verlangsamten) Google-Betriebssystems sorgt trotz limitierter Hardware für eine angenehme Arbeitsgeschwindigkeit bei Standardanwendungen.

Die technischen Daten im Überblick:

Abmessungen143 x 71,7 x 8,9 mm
Gewicht inkl, Akku160 Gramm
ProzessorQuadCore, 1,3 GHz MediaTek (MT6582)
RAM1 Gigabyte
Speicher8 GB / mit microSD Speicherkarten erweiterbar
Display5 Zoll / Multitouch, IPS-Display, kapazitiv
Auflösung: 480 x 854 Pixel
MobilfunkstandardsH+/3G+/3G
WCDMA 900/1900/2100 MHz
GSM/GPRS/EDGE 850/900/1800/1900 MHz
Akku2.000 mAh Li-Ionen Akku
Kamera5 Megapixel / Frontkamera mit 5 Megapixeln
LED Blitz
Videoaufnahmen in FullHD (1920 x 1088 Pixel)
KonnektivitätBluetooth 4.0 / USB 2.0 / WLAN
Android-Version5.0
Preis119 Euro
Bezugsquellenamazon.de

Multimedia & Kamera

Beim Verkaufspreis von gerade einmal 119 Euro sollte schnell klar sein, dass das Rainbow Lite kein Multimedia-Smartphone ist und es auch nicht sein will. Dennoch punktet es zumindest mit einer 5 Megapixel Frontkamera für Selfies – selbst ein bis zwei Preisklassen höher längst nicht selbstverständlich. Mit gleicher Auflösung löst dann auch die Hauptkamera aus, die zusätzlich über einen LED-Blitz verfügt. Die Bildqualität ist ingesamt gut und für ein Smartphone dieser Preisklasse sogar überdurchschnittlich. Zumindest bei Tageslicht sind die Farben kräftig und wenig Artefakte erkennbar. Bei schwierigen Lichtbedingungen wandelt sich dieser Eindruck dann aber, vor allem da kaum scharfe Bilder produzierbar sind.

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Das gleiche Bild bei den Videoaufnahmen. Die Farbwiedergabe der FullHD-Aufnahmen ist knackig und scharf – zumindest solange ausreichend Beleuchtung vorhanden ist.

Praxis

In der Praxis gefällt uns auch die deutliche Sprachwiedergabe, die nur bei höherer Lautstärke etwasdumpf wirkt. Die Hörerlautstärke könnte für unseren Geschmack jedoch ein klein wenig lauter ausfallen – vor allem dann, wenn man in lauteren Umgebungen telefonieren muss. Gleiches trifft auch auf den internen Lautsprecher zu. Die Qualität geht in Ordnung, er ist selbst auf maximaler Lautstärke nicht wirklich laut.

Der 2.000 mAh Akku liefert für den Durchschnittsanwender genügend Leistung. Das lieht nicht zuletzt auch an dem recht schwachen Display. Bei normaler Alltagsnutzung kommt man mit dem Rainbow Lite aber ganz bequem über den Tag und da sich im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones der Akku auch austauschen lässt, ist man um so flexibler. Was uns weniger gefällt ist, dass das Gerät bei intensiver Benutzung ziemlich warm wird.

Geocaching & Outdoor

Jedes Smartphone muss sich bei uns natürlich auch im Outdoor-Einsatz beweisen. Da das Rainbow Lite keine expliziten Outdoor-Eigenschaften hat, sollte man hier natürlich eine gewisse Vorsicht walten lassen, denn auch das Display ist nicht durch Gorilla-Glas oder ähnliches geschützt.

Im Geocaching-Einsatz zeigte das Gerät dann keine nennenswerten Schwächen. Der Satellitenfix ging recht flott vonstatten und auch die Genauigkeit war selbst bei leichter Bewaldung und in der Innenstadt gut bis sehr gut. Der 2.000 mAh Akku ist kein wirkliches Ausdauerwunder aber reicht dennoch für einen rund dreieinhalbstündigen, dauerhaften Einsatz des GPS aus. Wie eingangs erwähnt ist die Ablesbarkeit des Display bei Sonneneinstrahlung nicht überragend aber durchaus brauchbar – zumindest auf höchster Helligkeitsstufe.

Für die gelegentliche Geocache-Suche kann man das Gerät also bedenkenlos nutzen – zumindest wenn es trocken bleibt.

Fazit

Bei einem abschließenden Fazit muss man natürlich den Preis des Rainbow Lite berücksichtigen. 119 Euro beträgt dieser und gemessen an diesem Preis schlägt sich das Gerät mehr als ordentlich. Für ein ungefähr ebenbürtiges Gerät eines Mitbewerbers muss man im Schnitt 60 bis 70 Euro mehr auf den Tisch legen. Natürlich ist das Rainbow Lite weder HighEnd noch Multimedia-Künstler – es ist aber ein grundsolides, ordentlich verarbeitetes Smartphone mit einer, für dieses Preissegment, sehr ordentlichen Ausstattung.

LINK: Mehr Infos zum Wiko Rainbow Lite
LINK: Wiko bei Facebook

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1 Kommentar

  1. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass Wiko bei Updates der Android Version ein sehr schlechtes Service liefert. Wir haben drei unterschiedliche Wiko Geräte in der Familie, alle sehe ich mittlerweile als Problem, da es für kein einziges ein Update der bekannten, kritischen Android Bug’s gibt. Mehrere Anfragen an Wiko zwecks Bug-Fixing Update blieb erfolglos und zum Teil sogar unbeantwortet. Mir kommt kein Wiko Gerät mehr in’s Haus.

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