Kurztest: Garmin eTrex Touch

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In den letzten Jahren hat Garmin seine Modellpalette Schritt für Schritt überarbeitet und aktualisiert. Oregon, eTrex und GPSMap erhielten Nachfolger mit aktueller Technik und neuen Funktionen. Nur das handliche, günstige Garmin Dakota musste lange auf einen Nachfolger warten.

Das Touchscreen-Gerät erfreute sich wegen seiner kompakten Abmessungen durchaus großer Beliebtheit und so war es verwunderlich, das nicht längst ein Nachfolger vorgestellt wurde. Mit dem eTrex Touch hat Garmin das dann im Sommer nachgeholt. Wir haben das in zwei Versionen erhältliche Gerät einem Praxistest unterzogen.

Herzstück des kompakten und sehr handlichen Geräts, welches gerade einmal 10,2 x 5,8 x 3,3 cm groß ist, ist das 2,6 Zoll große kapazitive und transreflektive Touchscreen-Display. Dieses ist 0,4 Zoll kleiner als das des Oregon. Lediglich bei der Auflösung muss man hier Abstriche machen, denn diese beträgt nur 160 x 240 Pixel. Auf Grund der geringeren Displaygröße fällt dies aber nicht allzu schwer ins Gewicht und letztendlich ist das Display gut ablesbar und stellt Details ausreichend detailliert dar. Einen besonderen Lob verdient die ausgezeichnete Ablesbarkeit bei Sonnenein-strahlung. Im Gegensatz zum Smartphone-Display kann man festhalten: Je mehr Sonne umso besser, vor allem weil man dann auf jegliche Displaybeleuchtung verzichten kann, was der ohnehin sehr guten Akkulaufzeit zu gute kommt.

Schon beim Einschalten sticht sofort das neue Bedienkonzept hervor, denn man wird als erstes gefragt, was man denn tun möchte. Zur Auswahl stehen Profile wie Wandern, Geocachen, Biken, Bergsteigen oder Paddeln. Nach der Auswahl bietet sich dem Nutzer eine auf die entsprechende Aktivität angepasste Oberfläche.

Das Gehäuse des eTrex Touch ist gewohnt hochwertig verarbeitet. Auf der Rückseite befindet sich der Batteriefachdeckel samt Befestigungsschiene für die diversen Halterungen und Clips.

Da das eTrex Touch neben GPS auch über Glonass-Unterstützung verfügt, ist die Empfangsqualität – vor allem bei kombinierter Nutzung – auf Referenz-Niveau.

Wer Wert auf eine größtmögliche Konnektivität legt, sollte auf jeden Fall zum eTrex Touch 35 greifen. Denn neben dem obligatorischen Mini-USB Anschluss verfügt das eTrex Touch 25 über keinerlei Schnittstellen. Beim eTrex Touch 35 hingegen sind Bluetooth und ANT+ vorhanden, was die Flexibilität des Gerätes deutlich erhöht. Dank ANT+ können weitere Sensoren für Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Trittfrequenz oder Temperatur mit dem GPS verbunden werden. Auch die Fernsteuerung der von Garmins Actionkamera VIRB ist so möglich.

Dank Bluetooth kann das eTrex Touch 35 auch mit dem eigenen Smartphone gekoppelt werden. In Verbindung mit der Garmin Connect App (Android/iOS) können so Tracks und weitere Werte verwaltet werden. Auch Smart Notifications werden unterstützt – das GPS zeigt also eingehende Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen an ohne dass man sein Smartphone beispielsweise aus dem Rucksack holen muss. In der Praxis funktioniert dies sehr gut und gerade wenn man outdoor unterwegs ist, erweist sich dieses Feature als sehr nützlich.

Die Bedienung erfolgt fast ausschließlich über das Touch-Screen-Display. Nur zum Einschalten und zum Aufrufen des Menüs benötigt man die seitliche Taste. Die Bedienung via Touchscreen erfolgt präzise und schnell nur beim Tragen von Handschuhen versagt der Touchscreen. Ein Hochsetzen der Empflindlichkeit auf das Maximum schafft hier zumindest etwas Abhilfe, noch besser sind spezielle Touchscreen-Handschuhe.

In der Praxis hat uns das neue Bedienkonzept überzeugt. Es ist vor allem auf Einsteiger zugeschnitten, erfreut aber auch die meisten fortgeschrittenen Nutzer. Wer sich daran aber nicht gewöhnen will, kann weiterhin auf klassischen Modus nutzen. Beim Funktionsumfang bietet das eTrex Touch gewohnte Kost. Das ist durchaus positiv gemeint – denn Verbesserungspotential gab es hier kaum. Gerade für Geocacher ist das Gerät prädestiniert. Paperless Geocaching beherrscht es perfekt – und so sehen wir kaum Verbesserungspotential.

Ausgeliefert wird das eTrex Touch mit einer sehr einfachen Basiskarte und der auf OSM-basierenden TopoActive-Karte. Sie ist immerhin routingfähig und ist ausreichend detailgetreu. Natürlich lassen sich auch weiterhin sämtliche Garmin- sowie OSM-Karten auf dem Gerät gewohnt einfach installieren.

Positiv hervorzuheben ist auch die Akkulaufzeit. Garmin selbst gibt „bis zu 16 Stunden“ Nutzungsdauer an. In der Praxis erreichten wir diesen Wert im Sparmodus bei der Verwendung von Eneloop-Akkus mehrfach. Aber selbst im Powermodus mit permanenter Trackaufzeichnung erreichten wir meist 11 Stunden Laufzeit.

Fazit

news-etrextouch2Mit dem eTrex Touch liefert Garmin ein überaus rundes und durchdachtes GPS. Es ist gleichermaßen für Geocacher, Wanderer und Radfahrer geeignet. Kritikpunkte sind kaum auszumachen. Auf Grund der doch recht geringen Preisdifferenz zwischen eTrex Touch 25 und 35 raten wir Interessenten aber auf jeden Fall zum Kauf des höheren Modells.


Garmin eTrex Touch 25Garmin eTrex Touch 35Garmin RucksackhalterungGarmin eTrex Touch
Silikon Case
ca. 189€ca. 245€ca. 18€ca. 11€
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4 Kommentare

  1. Ich habe das Gerät seit Oktober und so ganz kann ich Begeisterung nicht teilen.
    -das Display ist nicht wirklich gut ablesbar. Ins. wenn man paperless die Geocachebeschreibungen lesen will scheitert man an der winzigen und vor allem unscharfen Schrift.
    – Akkulaufzeit: trotz eneloop-pro Akkus und mit allen energiezehrenden Optionen abgeschaltet läuft der Etrex 35 meist nur 4-5 Stunden. Ohne Navigation. Und er kündigt das Energieende nicht an, sondern geht einfach aus.
    -Software-Bugs: die profile werden nicht sauber getrennt. Im bike-modus benötige ich die Autopause bei Tempo <4 km/h. Leider übernimmt er diese Einstellung auch zum geocachen. Woraufhin der Etrex 35 bei einer Autopause leider keine Positionsveränderungen mehr anzeigt 🙁
    Zudem friert der Kompass bei einem Tempo von 15km/h ein. Auch nicht schön, vor allem weil es ja ein echter Kompass sein sollte.
    Zu aller letzt lies der Garmin nach der Anzeige Batteries low beim einschalten auch mit neuen Akkus oder am PC nicht mehr einschalten….

    • Mit der Schrift habe ich keine Probleme.

      Die Akkulaufzeiten kann ich aber nicht nachvollziehen. Hier komme ich Minimum auf die doppelte Zeit. Sollte auch das letzte Softwareupdate nichts bringen würde ich unbedingt einmal Garmin kontaktieren.

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