Lauda-Königshofen: Tödlicher Geocaching-Unfall

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Zu einem besonders tragischen Unfall kam es am gestrigen Dienstag in einem Steinbruch in Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis).

Ein 35-jähriger Geocacher wollte dort seiner Mutter sein Hobby Geocaching zeigen. Dazu seilte er sich an einer 15 Meter hohen Felswand ab um einen Cache zu bergen und kletterte anschließend wieder hinauf. Als die 62-jährige Frau die Kletterausrüstung ihres Sohnes beiseitelegen wollte, kam es dann zu dem Unglück. Die Frau verlor nach Aussagen der zuständigen Polizei das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe.

Die sofort alarmierten Rettungskräfte brauchten mehr als eine halbe Stunde, um zu dem schwer zugänglichen Unfallort zu gelangen. Erst gegen 18 Uhr konnte die Frau geborgen werden – für sie kam leider jede Hilfe zu spät. Ihr Sohn musste unter Schock-stehend behandelt werden.

Auch wenn jeden Tag Unfälle bei der Ausübung von Sport oder Hobbies passieren, so ist es immer besonders tragisch wenn im Zusammenhang mit unserem Hobby ein solches Unglück passiert. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt daher der Familie, den Freunden und Bekannten der Frau.

Update vom 9.6.2015

Es hat uns zutiefst erschüttert, dass dem tragischen Unfall ein Familiendrama folgte. Der Sohn der mit ansehen musste wie seine Mutter in die Tiefe stürzte und verstarb, hat sich nur kurze Zeit später selbst das Leben genommen. Nach Polizeiangaben war der Mann in Bad Mergentheim vom Wartturm gesprungen. Er verstarb kurze Zeit nach dem Auffinden im Krankenhaus. In seiner Wohnung fand man einen Abschiedsbrief.

LINK: Einsatzbericht der FFW Lauda-Königshofen

5 Kommentare

    • Das ist richtig! Das geht aus dem Polizeibericht und weiteren Presseberichten hervor. Den Einsatzbericht der FFW haben wir nur verlinkt, weil diese Bilder des Einsatzes veröffentlicht haben.

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