Neongeo – Geocaching-App für Android

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Die offene Geocaching Live API (Programmierschnittstelle) von Groundspeak führt zu ersten Apps für das Android-Betriebssystem. Seit Mitte August ist die App Neongeo erhältlich. Im Vergleich zur mit ca. 7€ recht teuren offiziellen App, kostet Neongeo vergleichsweise günstige 3€. Eine kostenlose, werbefinanzierte Version, soll in Kürze erscheinen. Ich habe mir Neongeo einmal ein wenig genauer angeschaut – was es letztendlich taugt, erfahrt Ihr in diesem kleinen Test.

Name der App: Neongeo | getestete Version: 1.099 | Sprache: englisch | Preis: 3€
Getestet auf: Samsung Galaxy S2
Webseite des Entwicklers | Neongeo im Android Market

Nach dem Start präsentiert sich Neongeo übersichtlich und aufgeräumt. Das Hauptmenü bietet dabei lediglich die 4 Menüpunkte Map, Geocaches, Settings und Info.

Map

Beim Starten der Kartenfunktion hat man die Wahl zwischen Google Maps Karten und OSM-Karten. Die Kartenansicht ist sehr schnell geladen und es erscheinen die Cachesymbole und am unteren Bildschirmrand eine Liste der nächstgelegenen Caches. Bis auf die Auflistung am unteren Bildschirmrand unterscheidet sich Neongeo hier also nicht wirklich vom kostenlosen c:geo. Was hingegen positiv auffällt ist die sehr kurze Ladezeit für die Karte und Caches. Gerade bei c:geo dauert dies gelegentlich deutlich länger. Klickt man auf ein Cachesymbol oder einen am unteren Bildschirmrand aufgelisteten Cache, gelangt man direkt zur Listingansicht. Dabei werden in der Karten-Ansicht (und auch in der Listen-Ansicht) nur bisher noch nicht gefundene Caches angezeigt. Eine Option auch bereits gefundene Caches anzuzeigen, habe ich bisher noch nicht entdecken können.

In der Detailansicht wird das Listing mit allen relevanten Informationen, Bildern, Attributen und den bisherigen Logs angezeigt. Drückt man die Menütaste gelangt man zu weiteren Optionen wie dem Loggen (inkl. Ablegen von Trackables, was allerdings in der vorliegenden Version noch nicht einwandfrei funktionierte), die Navigation zum Cache, die Anzeige des Hints, Aktualisieren und die Verknüpfung zu geocaching.com oder zur Google Navigation.

Wählt man die Navigation zum Cache mit dem Button „Target“ gelangt man wieder in die Kartenansicht. Es werden eine Linie (Luftlinie) zum Cache und ein Kompass mit Enfernungsangabe eingeblendet. Man hat ebenfalls die Möglichkeit zu anderen Kartenansichten wie OSM oder Satellitenansicht zu wechseln. Auch kann man in eine Radaransicht umschalten. Alle Funktionen und auch das Laden der Karten erfolgte stets – trotz dem etwas langsameren eplus Netz – in ausgezeichneter Geschwindigkeit. In meinen Augen auch deutlich schneller als bei c:geo – obwohl die übertragenen Datenmengen sehr ähnlich sein dürften. Es scheint so als ob die Neongeo-Programmierer hier effektiver gearbeitet haben.

Geocaches

Neben der Kartenansicht gibt es auch eine Listenansicht – dazu wählt man im Hauptmenü einfach den Menüpunkt „Geocaches.“ Die nun erscheinende Liste beinhaltet alle ungefundenen Caches, in aufsteigender Entfernung sortiert. In dieser Listenansicht kann man auch nach bestimmten Caches suchen, bestimmte Cache-Typen filtern oder nach bestimmten Merkmalen sortieren.
Ebenfalls ist es möglich eine GPX-Datei zu importieren, so dass es auch möglich ist Neongeo ohne ständige Datenverbindung zu nutzen. Dazu kopiert man die GPX-Datei(en) einfach in ein beliebiges Verzeichnis und gibt dann diesen Pfad an.

Eine weitere Option ist die Logs der angezeigten Caches zu exportieren so dass diese z.B. auch offline verfügbar sind. Wählt man einen Cache aus gelangt man wieder zur bekannten Listingansicht und kann dort die oben aufgeführten Optionen nutzen.

Settings

Der Menüpunkt Settings bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten, neben den Möglichkeiten das Koordinaten- und Datumsformat einzustellen gibt es zahlreiche ins Detail-gehende Möglichkeiten. So kann man z.B. die Navigationsansicht an seine eigenen Bedürfnisse anpassen (Radartyp, Größe des Kompass auf der Karte etc.). Ebenfalls ist es möglich weitere Kartendienste einzutragen. So kann man neben Google Maps und OSM auch weitere, eigene Dienste eintragen und nutzen.

Info

Der vierte und letzte Menüpunkt Info bietet die 4 Untermenüs Profile, GPS, Data und Help. Unter Profile findet man sein eigenes Profil mit der Fundanzahl sowie eine Möglichkeit Trackables zu grabben oder zu discovern. Außerdem sieht man hier die installierten Pocket Queries.

Der Menüpunkt GPS offenbart eine Kompassansicht und die Empfangsqualität sowie weitere Informationen wie die aktuelle Position oder die Geschwindigkeit.

Unter Data sieht man welche Datenmengen der einzelnen Kartendienste sich im Cache befinden. Diesen Cache kann man mit einem Klick auch wieder leeren.

Help bietet Infos über die verwendete Version des Programms.

Fazit

Neongeo begeistert mit einer sehr klaren und schnellen Menüführung, hier kann Neongeo sogar gegen c:geo und Columbus in meinen Augen deutlich punkten. Der Funktionsumfang ist ungefähr auf dem Niveau der offiziellen Map bietet aber bereits einige zusätzliche Features z.B. bei den verwendeten Kartendiensten.

Der größte Vorteil ist in meinen Augen die sehr hohe Geschwindigkeit, gerade c:geo ist oft etwas langsam und es dauert ein wenig bis die ein oder andere Funktion verfügbar ist. Neongeo ist nach meiner Erfahrung deutlich schneller und ungefähr auf dem Geschwindigkeitsniveau von Columbus, welches ich in letzter Zeit immer häufiger anstatt c:geo verwende.

Man erhält für seine 3€ also auf jeden Fall eine sehr brauchbare und vor allem schnelle App. Noch kann sie allerdings nichts, was nicht auch die kostenlosen Alternativen Columbus oder c:geo können. Ein erheblicher Vorteil ist aber, dass Neongeo die offizielle Groundspeak API verwendet und es so weniger Probleme nach Updates auf geocaching.com geben dürfte. Man darf aber nicht vergessen das die App nur für Premium Member vollständig verwendbar ist, Basic Member schauen bei zahlreichen Funktionen sprichwörtlich in die Röhre, so können z.B. nur 3 Listings / Tag gespeichert werden. Positiv anzumerken ist auch, dass die Programmierer momentan eine sehr hohe Updatefrequenz an den Tag legen und Feature- & Funktionswünsche der User sehr schnell umgesetzt werden.

Für die Zukunft ist übrigens auch eine werbefinanzierte, kostenlose Version der App angekündigt.

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