Nein, liebe Pressekollegen, Pokémon Go ist nicht das „neue Geocaching“ oder „Geocaching 2.0“ – nur weil ein Spiel ortsbasiert ist, ist es noch lange keine neue Geocaching-Variante.

Dennoch hat Pokémon Go das geschafft, was kein anderes ortsbasiertes Spiel vorher geschafft hat: Einen globalen Hype zu schaffen. Auch der Start, des ebenfalls von Niantic Labs stammenden Spiels Ingress löste nicht einmal annähernd eine solch große Nachfrage aus. Bereits wenige Tage nach Start hat Pokémon Go die Spielerzahlen von Ingress bei weitem übertroffen, was sicherlich auch am einfacheren Zugang und der einsteigerfreundlichen Aufmachung liegen dürfte.

Wer in den vergangenen Tagen ein Geocaching-Event besucht hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass auch hier das Thema die Gespräche beherrscht. Das dürfte aber viel weniger an den eher geringen Parallelen zum Geocaching als viel mehr an dem Hype liegen, dem man sich derzeit kaum entziehen kann. Und das Bemerkenswerte ist, dass sich auch Personen angesprochen fühlen, die zu Hochzeiten von TV-Serie, Sammelkarten & Co nichts mit dem kleinen Monstern anfangen konnten.

So funktioniert Pokémon Go

Vor rund 14 Tagen erschien das Spiel in den ersten Ländern und seit dem 13. Juli ist es auch in Deutschland erhältlich. Die Spielerzahlen sind seit dem in die Höhe geschossen, was sich derzeit in Form häufiger Serverausfälle oder Überlastungen bemerkbar macht.

Pokémon Go greift auf die Standortdaten des Spielers zu – so kann man an seinem Smartphone, in der realen Welt, Pokémon fangen, sammeln, tauschen oder gegen sie kämpfen. Nach dem erstmaligen Start loggt man sich mit seinem Google-Account ein oder erstellt einen neuen Pokémon Trainer-Account. Nach wenigen Minuten kann es dann auch direkt losgehen.

Schon nach kurzer Zeit sollte man die ersten Pokémon in seiner Umgebung entdecken können
Schon nach kurzer Zeit sollte man die ersten Pokémon in seiner Umgebung entdecken können

Hat man seinen eigenen Spielcharakter erstellt, startet ein kurzes Tutorial in dem man auch gleich sein erstes Pokémon fangen kann. Dazu tauchen in der Nähe des Spielers die Pokémon Bisasam, Glumanda und Schiggy auf. Ignoriert man aber diese vier und läuft vor ihnen weg, taucht Pikachu als viertes Starter-Pokémon auf.

Pokémon fangen

Nach der kurzen Einführung hat man bereits auch die grundsätzliche Funktionsweise des Spiels verstanden. Man bewegt sich mit seiner Figur auf der realen Landkarte (auf Google Maps Basis) und trifft dort von Zeit zu Zeit auf Pokémon. Durch das Werfen eines Pokéballs kann man das Pokémon einfangen. Dabei gibt es Boni wenn man besondere Würfe vollführt (z.B. mit Spin). Das Pokémon bleibt während des Fangens nicht still stehen oder schlägt die Pokébälle auch wieder weg – aber mit ein wenig Übung gelingt das Fangen aber recht zügig und zuverlässig.

PokéStops

PokéStops sind elementar in Pokémon Go. Sie befinden sich an den Stellen, an denen man bei Ingress Portale findet. Hier erhält der Spieler neue Pokébälle, die zum Fangen der Pokémon unerlässlich sind. Mit steigendem Level des Spielers tauchen hier auch andere Items wie Tränke, Eier etc. auf.

PokéStops befinden sich meist an Sehenswürdigkeiten oder bemerkenswerten Orten
PokéStops befinden sich meist an Sehenswürdigkeiten oder bemerkenswerten Orten

Einen PokéStop erkennt man auf der Karte an einem blauen Würfel, der sich auf einer Säule dreht. Ist man in Reichweite des PokéStops verändert sich sein Aussehen. Wurde der PokéStop vor kurzem besucht ändert sich seine Farbe in lila. Nach 5 Minuten kann man einen PokéStop erneut besuchen. Die Gegenstände die man erhält, richten sich nach dem eigenen Level und sind zufallsbasiert.

IconItemLevelBeschreibung
50px-Pokémon_GO_-_PokéballPokéball1wird zum Fangen von Pokémon benötigt
50px-Pokémon_GO_-_EiEi1mit einer Brutmaschine lassen sich die Eier, aus denen Pokémon schlüpfen, ausbrüten
50px-Pokémon_GO_-_TrankTrank5Heilt verwundete Pokémon. 20 KP werden wieder aufgefüllt
50px-Pokémon_GO_-_BeleberBeleber5Belebt kampfunfähige Pokémon wieder. Die Hälfte der maximalen KP wird wiederhergestellt.
50px-Pokémon_GO_-_HimmihbeereHimmihbeere5Gibt man sie einem Pokémon zu Essen, lässt es sich beim nächsten Wurf leichter fangen.
50px-Pokémon_GO_-_SupertrankSupertrank10Heilt verwundete Pokémon. 50 KP werden wieder aufgefüllt
50px-Pokémon_GO_-_SuperballSuperball12Pokéball mit höherer Erfolgsquote
50px-Pokémon_GO_-_HypertrankHypertrank15Heilt verwundete Pokémon. 200 KP werden wieder aufgefüllt
50px-Pokémon_GO_-_HyperballHyperball20Pokéball mit der höchsten Erfolgsquote
50px-Pokémon_GO_-_Top-TrankTop-Trank25Heilt verwundete Pokémon. Die KP werden vollständig wieder aufgefüllt
50px-Pokémon_GO_-_Top-BeleberTop-Beleber30Belebt kampfunfähige Pokémon wieder. Die KP werden vollständig wiederhergestellt.

75px-Pokémon_GO_-_Lockmodul Befindet man sich in Reichweite eines PokéStops kann man diesen mit einem Lockmodul ausstatten. Für 30 Minuten werden nun Pokémon angelockt.

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Davon profitiert man aber nicht nur selbst, sondern alle Spieler, die sich in Reichweite des PokéStops befinden. Mit einem Modul ausgestattete Stops sind deutlich erkennbar. Lockmodule erhält man bei bestimmten Aufstiegen des Levels oder kann sie im Shop für 100 Pokémünzen (0,70 – 1,00€) erwerben. 8 Lockmodule kosten 680 Pokémünzen.

Eier

Es gibt in Pokémon Go drei verschiedene Arten von Eiern. Das 2 km, das 5 km und das 10 km Ei. Diese erhält man zufällig an PokéStops und kann sie in Brutmaschinen ausbrüten. Zu Beginn des Spiels verfügt man über eine unendlich oft benutzbare Ei-Brutmaschine. Zusätzliche erhält man beim Aufstieg in Level 6, 10, 15, 20, 25 und 30. Diese zusätzlichen Brutmaschinen sind aber immer nur für 3 Ausbrütungen zu gebrauchen. Außerdem können weitere Brutmaschinen für 150 Pokémünzen im Shop erworben werden.

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Hat man ein Ei in eine Brutmaschine gelegt, muss man die entsprechende Entfernung zurücklegen um das Ei auszubrüten. Hierfür werden die Sensoren des Smartphones verwendet, so dass ein Herumfahren mit dem Auto wirkungslos ist. Es gibt aber genügend Tipps um hier ein wenig zu schummeln, so kann man beispielsweise das Smartphone auf den Plattenteller eines Schallplattenspielers legen und diesen anschalten – so wird ein Ei in kürzester Zeit ausgebrütet.

Welche Pokémon aus den Eiern schlüpfen hängt von der Kilometerzahl ab, die benötigt wird um es auszubrüten. Je mehr Kilometer – um so seltener die ausgebrüteten Pokémon.

Pokémon entwickeln

Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist das Weiterentwickeln der Pokémon. Viele Pokémon haben verschiedene Entwicklungsstufen.

nnews-pokemon6 Aus dem Pokémon Taubsi kann so zum Beispiel Tauboga und weiter Tauboss werden. Um ein Pokémon weiterzuentwickeln benötigt man die entsprechenden Bonbons – im Falle dieses Beispiels Taubsi-Bonbons. Diese erhält man wenn man ein Pokémon der Gruppe fängt oder überflüssige zum Professor schickt. Für jedes Pokémon welches man so „entsorgt“, erhält man anschließend ein entsprechendes Bonbon.

Um Taubsi zu Tauboga zu entwicklen benötigt man 12 Taubsi-Bonbons und um aus Tauboga dann Tauboss zu entwickeln, noch einmal 50 Bonbons. Man sollte zum Entwickeln immer das stärkste Pokémon nehmen, denn die WP richten sich immer nach Eurem Level und den WP des Ausgangs-Pokémon.

Das Entwickeln der Pokémon ist elementar – denn so kann man besonder starke Ausgangs-Pokémon weiter entwickeln um letztendlich schlagkräftige Kämpfer für die Arenen zu generieren. Außerdem wird das Entwickeln mit 500 Erfahrungspunkten (EP) belohnt, um schnell im Level aufzusteigen, ist das Entwickeln also unbedingt notwendig.

Levelaufstieg und Erfahrungspunkte

Mit dem Fangen von Pokémon und dem Besuchen von PokéStops steigt man zu Beginn schnell im Spielerlevel auf. Das ist auch notwendig, denn um so höher das Spielerlevel um so stärker die eigenen Pokémon und um so besser die Items die man an Pokéstops erhält.

Im Spiel erhält man folgende EP:

100 EP – Pokémon fangen
500 EP – Fangbonus – neues Pokémon
010 EP – Fangbonus – Curveball
010 EP – Fangbonus – guter Wurf
050 EP – Fangbonus – toller Wurf
100 EP – Fangbonus – fabelhafter Wurf
050 EP – Pokéstop besuchen
500 EP – Pokémon entwickeln

Die Zahl der EP die man für den Aufstieg in das nächsthöhere Level benötigt, steigt von Level zu Level an. Reichen von Level 1 zu 2 noch 1.000 EP, sind es von 5 auf 6 bereits 5.000. Für den Aufstieg in Level 20 sind es dann bereits 50.000 EP. Im späteren Spielverlauf wird der Aufstieg immer langwieriger, das erleichtert letztendlich aber auch neuen Spielern ein recht zügiges Aufholen.

Arenen und Kämpfen

Mit dem Aufstieg in Level 5 kann man sich für eines der drei Teams entscheiden. Fortan ist es dann auch möglich seine eigenen Pokémon in Arenen antreten zu lassen. Zur Auswahl stehen die drei Teams Intuition (gelb), Weisheit (blau) und Wagemut (rot).

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Elementarer Ort der Kämpfe sind die Arenen. Sie sind ähnlich wie PokéStops meist besonderen Orten in der Realität gewidmet. Ziel ist es Arenen für das eigene Team zu erobern und gegen Angriffe zu verteidigen. Arenen erkennt man auf der Karte schnell. Je nach dem welches Team sie in Besitz hat, ist sie rot, gelb oder blau eingefärbt. Am leichtesten erobert man eine neutrale Arena. Diese gehört noch keinem Team und ist auf der Karte weiß. Mit dem Platzieren eines eigenen Pokémon in der Arena, hat man diese auch schon (vorerst) erobert. Das Austauschen oder Nutzen eines Power Ups ist mit dem Stationieren nicht mehr möglich. Erst wenn die Arena von einem feindlichen Team erobert wird, kehrt das Pokémon zu einem zurück.

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Gehört die Arena einem anderen Team, muss man ein eigenes Pokémon gegen das dort stationierte, gegnerische Pokémon antreten lassen. Fordert man eine Arena heraus, muss man hintereinander gegen jedes dort stationierte Pokémon kämpfen. Vor dem Kampf stellt man sein eigenes Team zusammen. Durch Antippen kann man die vorgeschlagenen Pokémon auch gegen andere austauschen, um zum Beispiel besser auf die Schwächen der verteidigenden Pokémon eingehen zu können. Die vorgeschlagenen Pokémon richten sich nach Wettkampfpunkten (WP) und den verbleibenden Kraftpunkten (KP). Hat man seine Pokémon ausgewählt, beginnt der Kampf mit einem Klick auf GO.

Das Kampfsystem ist einfach gestaltet. Berührt man das Display wird die Standard-Attacke ausgeführt. Mit jedem erfolgreichen Angriff füllt sich der blaue Balken oder der Gesundheitsanzeige. Diese Anzeige steht für Attacke 2 die man, wenn der Balken sich gefüllt hat, durch langes Antippen des Displays, durchführt.

Durch Wischen nach links oder rechts kann man den Angriffen des gegnerischen Pokémon ausweichen. Durch das Erlernen der Angriffe des Gegners kann man selbst mit erheblich schwächeren Pokémon Arenen erobern und starke Gegner schlagen. Auch die geschickte Auswahl der eigenen Kämpfer ist ein wichtiger Erfolgsgarant. Ist ein eigenes Pokémon geschlagen, wird es automatisch durch das nächste ausgetauscht.

Hat man eine Arena besetzt oder unterstützt eine besetzte Arena des eigenen Teams mit einem eigenen Pokémon erhält man alle 21 Stunden einen Verteidigungsbonus in Höhe von 10 Pokémünzen und 500 Sternenstaub. Dieses muss man manuell im Shop über den Button rechts oben abholen.

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Tipps und Tricks

Eigentlich sollte es kaum an Pokébällen mangeln. Aber gerade zu Beginn kann das durchaus vorkommen, vor allem wenn man vielleicht nur wenige Pokéstops in der Umgebung hat.

Mit guten Reaktionen kann man aber verworfene Pokébälle zurückbekommen. Dazu genügt es, wenn man einen verworfenen Pokéball schnell anklickt bevor er vom Bildschirm verschwindet.

Levelaufstiege sind mühsam aber notwendig. Mit den Glückseiern kann man seinen eigenen Aufstieg aber beschleunigen. Ein Glücksei erhält man zum Beispiel beim Aufstieg von evel 8 auf Level 9, man kann sie aber auch für 80 Münzen im Shop erwerben.

Hat man ein Glücksei „aktiviert“ – erhält man für 30 Minuten nun doppelte Erfahrungspunkte. Sind viele unbekannte Pokémon in der Nähe oder man kann viele Pokéstops erreichen, kann man also schnell viele EP sammeln.

Am interessantesten ist es aber, wenn man in diesem 30 Minuten seine Pokémon entwickelt. Dazu sollte man sich die Entwicklungen aufsparen, bis man ein Glücksei hat und über möglichst viele Pokémon verfügt, die man entwickeln kann. Jede Entwicklung in den 30 Minuten bringt nun satte 1.000 EP und schnelle Levelaufstiege.

Über die Übersicht rechts unten auf dem Display, erkennt man schnell welche Pokémon in der Nähe sind. Eine weitere Hilfe sind die Fußspuren unter dem Pokémon. Bei drei Abdrücken ist das Pokémon noch recht weit entfernt, bei nur einem Abdruck ganz nah. Das am weitesten vorn in der Liste stehende Pokémon ist Euch dabei am nächsten.

Wollt Ihr also ein bestimmtes Pokémon fangen, solltet Ihr darauf achten, dass es in der Liste weiter nach vorn wandert wenn Ihr Euch bewegt. Ihr könnt es auch direkt auswählen und seht dann auf dem Hauptbildschirm durch kurzes Aufleuchten der Anzeige, wenn Ihr Euch in die richtige Richtung bewegt.

Das Niantic für Pokémon die Ingress-Basis verwendet, ist unübersehbar. Portale und PokéStops sind identisch und auch die Fundorte von Pokémon haben ihren Ursprung bei Ingress. Denn an Orten an denen sich auf der Ingress-Karte besonders viel XM befindet (die weiß-blauen Punkte), sind auch die Orte an denen bei Pokémon Go besonders viele und seltene Pokémon auftauchen.

Durch die raschelnden Blätter auf der Pokémon Go Karte erhält man zwar auch hier einen Anhaltspunkt über solche Orte, die Anzeige bei Ingress ist aber deutlich spezifischer und gibt genauere Hinweise über besonders lohnenswerte Orte.

In-App Käufe

Pokémon Go kann kostenlos aus dem Google Play Store oder dem App Store heruntergeladen werden. Zur Finanzierung des Spiels sollen auch In-App Käufe beitragen. Diese sind aber selbst in höheren Leveln kaum notwendig um größere Vorteile zu erringen. Alle spiel-relevanten Items erhält man eigentlich in ausreichender Anzahl im Spiel und so sind die angebotenen Items eher ein leichter Komfort-Gewinn als wirklich notwendig. Es bleibt zu hoffen, dass die Balance hier nicht zu Lasten des Spielers geändert wird.

Die Rettung für Nintendo und ein Blick in die Zukunft

Nintendo hatte bereits glorreichere Zeiten. Die Verkäufe der eigenen Handhelds sinken allmählich. Und auch die Wii U blieb weiter hinter den Erwartungen zurück. Man hat mit Mario, Zelda & Co zwar starke Marken aber gleichzeitig Bedenken diese durch Smartphone-Spiele zu verwässern. Seit rund einem Jahr setzt Nintendo aber zaghaft auch diesen Sektor und hat nun mit Pokémon Go ein richtig starkes Eisen im Feuer. Auch wenn man die Einnahmen aus dem Spiel mit Niantic und den anderen Teilhabern der Pokémon Company teilen muss, so hat sich seit dem Start vor zwei Wochen, der Börsenwert des Unternehmens verdoppelt. Das Unternehmen ist nun sogar mehr wert als Konkurrent Sony.

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Nintendo wird aber auch durch Hardwareverkäufe weiter profitieren. So hat das Unternehmen für den August den kleinen Bluetooth Dongle Pokémon Go Plus angekündigt. Koppelt man diesen mit seinem Smartphone, werden Pokémon und PokéStops auch signalisiert ohne dass man ständig auf das Smartphone-Display starren muss. Durch einen Klick auf den Button lassen sich sogar Pokémon fangen. Zum Start wird das 40€ teure Gadget nur mit iOS-Geräten kompatibel sein. An der Android-Kompatibilität wird aber bereits gearbeitet. Die mehrere Millionen große Startauflage ist weltweit bereits restlos vergriffen und bei ebay und auf anderen Marktplätzen werden bereits 100 Euro und mehr pro Stück gezahlt.

Die Möglichkeiten die Pokémon Go bietet dürften finanziell sehr lukrativ sein. So gibt es Gerüchte, dass es auch kommerzielle PokéStops geben wird. McDonalds wird hier als erster Partner gehandelt. Denkbar ist, dass es in McDonalds Filialen PokéStops mit besonderen Items gibt und sich hier besonders seltene Pokémon aufhalten. Auch globale Events bei denen tausende Spieler gegen ein Pokémon kämpfen und dieses am Ende erhalten, sind denkbar. Entsprechende Szenen gab es bereits in einem früheren Trailer zu Pokémon Go.

Im Moment scheint der Hype grenzenlos. Mit neuen Features wie dem Tauschen von Pokémon, direkten Spieler-gegen-Spieler Kämpfen und Events soll das Interesse auch künftig aufrecht erhalten werden. Es bleibt spannend ob das gelingt, es scheint aber zumindest möglich, dass die Macher hier einen durchaus länger anhaltenden Hype erschaffen haben.

Eine Industrie profitiert aber ebenfalls vom Spiel. Durch den hohen Akkuverbrauch des Spiels, dürften sich Produzenten von Powerbänken freuen. Bei amazon sind die Verkaufszahlen der populärsten Modelle innerhalb einer Woche um rund 50 Prozent angestiegen.

6 Kommentare

  1. Super Artikel und der erste der im GC Umfeld erscheint und keinen konstruierten Vergleich heranzieht :).

    McDonalds wird nicht nur als Partner für sponsored Locations gehandelt, sondern ist es. Morgen wird Pokémon GO in Japan freigegeben und dann ist McD bereits dabei.

    Das ist übrigens auch nichts neues, bei Ingress ist AXA Sponsor für Locations (Axa-Büro = Portal) und Items (AXA-Schield).

    Und sas in-app-sales Volumen übersteigt bereits jetzt alle jemals mit Ingress erzielten Umsätze.

    Insofern kann man sagen, dass Pokémon GO ein voller Erfolg ist.

  2. Vollkommen überflüssiger Artikel für Geocacher. Es sollte jedem klar sein dass das nichts mit Geocaching zu tun hat. Aber es ist doch wieder schön zu sehen, wie ihr mit dem Artikel gleich wieder einen Affiliatelink zu Amazon eingebaut habt. Bei jedem der heute drauf klickt und der bei Amazon irgendetwas bestellt, verdient ihr was am gekauften Artikel. Klasse gocacher! Wie immer null echte Infos, aber dafür viel Werbung.

    • Es ist eben kein überflüssiger Artikel. Am WE konnten wir selbst beim MegaPhone Event sehen, wieviele Geocacher Pokemon Go interessiert. Sicherlich ist es kein Geocaching-Thema aber setzt man diesen Maßstab an, erscheinen hier 3 Artikel im Monat. Natürlich blicken wir schon immer über den Tellerrand und werden es auch weiterhin tun. Erst recht wenn es um Themen geht, die derzeit so viele Menschen interessieren und die zumindest irgendwo eine Nähe zum Kernthema der Seite haben.

      Zum Affiliate Link: Es befindet sich ein kurzer Affiliate-Link am Ende dieses langen Artikels. 3 Leute arbeiten Vollzeit für gocacher.de – da sollte es vollkommen verständlich sein, dass wir auch auf Einnahmequellen wie Bannerwerbung und Affiliate-Links zurückgreifen. Daraus haben wir nie ein Geheimnis gemacht und wir werden diesbezüglich auch künftig nichts ändern.

      Die inzwischen rund 4.500 Klicks auf den Artikel zeigen übrigens, dass das Thema sehr wohl interessiert.

    • Kann die Meinung zur Nichtrelevanz und Kritik bzgl des Affiliate-Links absolut nicht nachvollziehen.

      Dass die Jungs die üblichen Marketing-Mittel nutzen um sich ihre Servergebühren zu refinanzieren ist nicht nur üblich, sondern wäre auch selten dämlich es nicht zu machen. Solang die Inhalte der Seite nicht darunter leider, spricht da absolut nichts gegen.

      Dass das Thema Pokémon auch für Geocacher durchaus interessant ist, selbst wenn es dich nicht direkt betrifft, wird dir spätestens dann klar, wenn du so wie wir mal wieder einen Nachtcache machst und dabei auf eine Gruppe Jugendlicher trifft, die dich im ersten Moment automatisch auch für Pokémon-Jäger halten und auch so ansprechen.

      Den Trend kann man gut oder schlecht finden. Das Spiel ebenso. Die Parallelen in der Wahrnehmung zwischen Pokémon- und Cache-Jäger ist aber offensichtlich und es kann mit Sicherheit niemandem schaden sich damit auch aktiv zu beschäftigen.
      Die App installieren werden wir dennoch nicht, aber ein bisschen die „andere Seite“ zu verstehen kann sicherlich nicht schaden.

      Vielen Dank für den sehr ausführlichen und interessanten Artikel – nur nicht unterkriegen lassen von den Engstirnigen unserer Zunft 🙂

  3. Top Artikel! Ich werde das Spiel nicht spielen, fühle mich jetzt aber ausreichend informiert was die Spieler so tun. Alle Handy-Geocacher profitieren zur Zeit von diesem Hype, denn die Muggels fragen sich nicht länger was wir da dauernd aufs Display starren und etwas suchen, sie halten uns einfach für Pokemon Go Spieler 🙂
    Danke gocacher – weiter so

  4. Sehr gut recherchierter Artikel. Die Nähe zu Ingress ist mir auch gleich aufgefallen. Allerdings habe ich schon bei jenem Spiel nicht lange durchgehalten, so wird’s mit Pokémon bei mir wohl auch keine lange Freundschaft 😉 Hier gibt’s einen kleinen, satirischen Videobericht „Pokémon Go vs. Geocaching“ von mir:
    https://youtu.be/ALOC5mypB00

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