Preview: Garmin vivoactive – Sport GPS-Smartwatch

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Fitness- & smarte Sportprodukte liegen im Trend und der Markt wächst rasant. Auch GPS-Hersteller Garmin hat den Trend erkannt und setzt seit Vivofit und Vivosmart verstärkt auf Produkte aus diesem recht neuen und bommenden Marktsegment.

Auf der weltgrößten Elektronikmesse CES in Las Vegas hat Garmin nun die vivoactive vorgestellt. Diese ist eine konsequente Weiterentwicklung, des mit der Vivosmart eingeschlagenen Weges. Schon auf den ersten Blick ist die Smartwatch durchaus beeindruckend. Denn trotz hervorragender technischer Daten wiegt die Uhr gerade einmal 38 Gramm mit bzw. 18 Gramm ohne Armband. Das ist beeindruckend und sorgt dafür, dass die vivoactive im Alltag kaum störend ihren Dienst am Arm des Nutzers verrichtet.

Daten

Die Abmessungen der Uhr sind 43,8 mm x 38,5 mm x 8 mm. Vor allem die Dicke von 8 mm ist durchaus beeindruckend, denn Mitbewerber wie die Motorola 360 oder Samsung Gear sind mit 11,5 bzw. 11,1 Millimetern deutlich voluminöser und vor allem auch schwerer.

Das Display ist 1,39 Zoll (28.6 mm x 20.7 mm) groß und verfügt über eine Auflösung von 205 x 148 Pixeln. Das ergibt 182 PPI (Pixel per Inch) und somit liegt die Vivoactive im Mittelfeld verglichen mit den Smartwatches anderer Hersteller. Garmin verspricht, dass das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar sein soll.

Ebenso wie die Abmessungen können auch die Laufzeiten des nicht näher spezifizierten Lithium-Ionen-Akkus überzeugen. Satte 3 Wochen gibt Garmin im Normalmodus an. Verglichen mit den 24-48 Stunden aktueller Smartwatches eine durchaus beeindruckende Laufzeit. Im Betrieb mit aktiviertem GPS sind es noch rund 10 Stunden Laufzeit – auch hier bewegt sich die Vivoactive auf einem sehr ordentlichen Niveau.

Neben GPS unterstützt die Vivoactive auch das Glonass-System. Außerdem ist sie wasserdicht (5 ATM) und kann via Bluetooth und ANT+ mit anderen Geräten kommunizieren.

Optional sind auch zahlreiche weitere Sensoren erhältlich. Dazu gehören zum Beispiel Herzfrequenz-Sensoren oder Sensoren für die Trittfrequenz am Fahrrad. Auch können Geräte wie die Actionkamera Garmin Virb mit der Smartwatch gesteuert werden.

Praxis

news-vivoactive2 Zuerst einmal ist die vivoactive auch ein ganz normaler Fitnesstracker und zeichnet absolvierte Schritte, verbrannte Kalorien und die zurückgelegte Wegstrecke auf. Auch der von der Vivofit bekannte rote Aktivitätsbalken der erinnert, wenn es Zeit ist sich wieder einmal zu bewegen, ist mit an Bord. Wie bei der Vivosmart wird man auch per Vibration daran erinnert wenn man sich eine Weile nicht sonderlich bewegt hat. Die Motivation zu steigern und das eigene Verhalten zu protokollieren steht also auch beim neuesten Garmin-Fitnessprodukt im Vordergrund.

Neben dem Fitness-Modus verfügt die Vivoactive auch über verschiedene Modi für diverse Sportarten. Dazu gehören spezielle Sport-Apps für das Laufen, Radfahren, Schwimmen und sogar für das Golfen. Je nach Sport-App verändert sich die Oberfläche und jeweils passende Parameter werden angezeigt. Beim Laufen sind das zum Beispiel RUndezeit, Pace, verbrannte Kalorien und optional ermittelte Herzdaten. Beim Radfahren Distanz, Uhrzeit und Geschwindigkeit und beim Schwimmen auch die Anzahl der Schwimmzüge. Auch Golfern leistet die Vivoactive gute Dienste, und zeigt umfangreiche Daten zu Platz und eigenem Spiel an.

Neben den vorhandenen Möglichkeiten werden sich aber auch weitere Apps für verschiedenste Anwendungen installieren lassen. Entwickler können dazu auf das Entwicklerportal Connect IQ zugreifen. Dort wird es möglich sein weitere Apps, die kostenlose angeboten werden sollen, zu veröffentlichen. Erste Entwickler haben hier bereits die Unterstützung der Smartwatch angekündigt.

Anwendungen anderer Smartphones werden hingegen nicht auf der vivoactive laufen, denn Garmin verwendet keines der gängigen Smartwatch-Betriebssysteme wie Android Wear oder Tizen sondern setzt auf eine komplette Eigenentwicklung. Der Vorteil dabei ist aber, dass die vivoactive dafür problemlos mit Android und iOS-Smartphones zusammenarbeitet. Im Gegensatz zu vielen Smartwatches anderer Hersteller, die meist nur in Verbindung mit dem Smartphone überhaupt funktionieren, ist die Garmin vicoactive grundsätzlich auch ohne Smartphone lauffähig, wobei natürlich für bestimmte Anwendungen eine Anbindung an ein Android/iOS-Smartphone nötig ist.

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Neben den zahlreichen Features für Fitness- und Sport-Interessierte stehen natürlich auch die „smarten Features“ im Blickpunkt. Ähnlich wie beim Fitnessarmband Vivosmart zeigt auch die Vivoactive eingehende Nachrichten und Benachrichtigungen auf dem Display an. Ein Antworten auf Nachrichten oder Anrufe wird zwar nicht möglich sein, aber gerade im Outdoor-Einsatz kann es sehr vorteilhaft sein, wenn das Smartphone geschützt am Körper oder im Rucksack verbleiben kann und man dennoch über eingehende Benachrichtigungen / Anrufe informiert ist.

Besonders interessant wird natürlich sein, mit welchen Zusatzanwendungen wir rechnen dürfen – je nachdem wie weit Garmin die entsprechenden Schnittstellen für Entwickler freigibt, sind theoretisch auch kleine Anwendungen für Navigation oder Geocaching denkbar.

Wir sind auf jeden Fall gespannt auf Garmins neuesten Spross und werden die vivoactive so bald als möglich einem ausführlichen Test unterziehen.

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Preis & Verfügbarkeit

Die Vivoactive soll im Laufe des 1. Quartals 2015 zum Preis von 249 Euro veröffentlicht sein. Sie wird in schwarz und weiß auf den Markt kommen und kann zusätzlich mit verschiedenen Armbändern individualisiert werden. Neben edlen Lederarmbändern in schwarz und weiß werden auch Silikonarmbänder in verschiedenen Farben (darunter blau, lila, grau) erhältlich sein.

Die deutschen Preise für die Armbänder sind noch nicht bekannt, in den USA werden die Silikon- und Lederarmbänder aber 14,99 bzw. 29,99 US$ kosten.

LINK: Garmin-Infoseite zur vicoactive

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