Rückblick: Unser Interview mit Thomas „moenk“ Moenkemeier aus dem vergangenen Jahr

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Auch wenn Groundspeak den Erfinder des Dönerstags verschweigt, wollen wir darauf hinweisen, wem wir diese Eventreihe zu verdanken haben. Bereits im vergangenen Jahr führten wir mit dem „Erfinder“ des Dönerstags, Thomas „moenk“ Moenkemeier, ein Interview und veröffentlichten dieses in unserem Dönerstag-Sonderheft. Nachfolgend das ganze Interview noch einmal zum Nachlesen.

gocacher: Wie bist Du 2007 auf die Idee für den Dönerstag und vor allem auf den Namen gekommen?

Wir hatten mal ein Currywurst-Event in Prenzlauer Berg, bei dem entgegen der Planung, dass wir da mit ein paar Geocachern stehen würden, knapp 100 Geocacher auf-schlugen. Das sollte wiederholt werden, als Termin wurde der Gründonnerstag gewählt, diesmal Döner statt Currywurst, der Name dazu fiel mir beim Erstellen des Events spontan ein.

Damals waren Mega-Events neu und in Deutschland sehr selten zu besuchen. Die Idee war, ein Event in Berlin dort zu machen, wo angeblich der Döner erfunden wurde. Aber nicht nur hier sollten alle einen Döner futtern und damit dem Event in Berlin teilnehmen, sondern auch die virtuelle Teilnahme an einem Satelliten-Event sollte erlaubt sein. Letztlich kamen wir zwar auf über 700 Attendlogs, aber Groundspeak hat das natürlich nicht akzeptiert.

gocacher: Hättest Du Dir damals vorstellen können, dass das Ganze so erfolgreich wird, dass inzwischen mehr als 150 Events stattfinden?

Events waren für mich immer schon das Salz in der Suppe beim Geocaching. Heute sind es schon inflationär viele, damals waren es deutlich weniger. Es zeichnete sich sehr schnell ab dass die Idee vielen Geocachern gefiel und der Termin vor dem Osterwochenende sehr günstig war. Von daher war absehbar dass der Dönerstag sich zumindest in Deutschland erfolgreich etablieren konnte und mich hat es natürlich auch sehr gefreut.

gocacher: Ist Dir bekannt, ob man das deutsche Phänomen Dönerstag, in Seattle irgendwie zur Kenntnis genommen hat? Gab es bereits einmal Feedback?

Eine offizielle Rückmeldung von Groundspeak gibt es nicht, es gab allerdings auch schon Dönerstage in Seattle. Aber natürlich haben die das Phänomen von Anfang an verfolgt, auch nach dem ersten Versuch mit dem verteilten Event musste ja entschieden werden, ob solche Ansätze künftig gültig sein sollen.

gocacher: Denkst Du, dass der Rekord von 177 Events im Jahr 2015 abermals gebrochen wird oder ist das Wachstum irgendwann mal am Ende?

Der Dönerstag hängt ziemlich mit dem Geoclub zusammen, der wie alle Foren stark an Bedeutung verloren hat. Von daher bin ich skeptisch ob sich die Rekorde der vergangenen Jahre wiederholen lassen: Dresden hat es sogar zum echten Mega geschafft! Aber ich lasse mich gern überraschen und wünsche mir noch viele Dönerstage in den nächsten Jahren. Man kann das über die Feiertage hinfahren wo man will und hat überall einen Anlaufpunkt um Geocacher zu treffen und Spass zu haben.

gocacher: Wo wirst Du den Dönerstag 2016 verbringen?

Ich habe mich aus dem Geocaching ziemlich zurückgezogen und kartiere für OpenStreetMap und bin Frosch bei Ingress. Von daher habe ich auch kein eigenes Event mehr eingestellt und werde zur Mittagspause an einem kleinen Event in Adlershof teilnehmen.

Wir danken für das Gespräch!

Nachfolgend noch ein Video aus dem Jahr 2007 mit Impressionen vom ersten Dönerstag-Event überhaupt (GC10XPP).

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