Tallinn – Perle des Baltikums (1. Teil)

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Im Frühjahr 2011 besuchte ich die estnische Hauptstadt Tallinn das erste mal und war schnell begeistert. Vor allem der Kontrast aus historischer Altstadt und Moderne sowie die Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit der Esten haben mich schnell in ihren Bann gezogen und so hieß es im Sommer 2012 erneut: Tere tulemast Tallinna!

Flog ich 2011 noch mit Lufthansa über Frankfurt, so war die Reiseroute dieses Jahr noch ein wenig aufwändiger. Zusammen mit Wolle [CR] und Puflatsch ging es erst mit dem Zug über Magdeburg, Hannover und Duisburg nach Kevelaer. Vom nahen Airport Weeze sollte es dann am nächsten Morgen mit Ryanair nach Tallinn gehen. Aus zeitlichen Gründen reisten wir bereits am Vortag an und übernachteten preiswert im wunderschönen Städtchen Kevelaer. Kevelaer gilt als einer der wichtigsten Marienwallfahrtsorte Deutschlands und hatte auch dosentechnisch einiges zu bieten. So wurde der Fundzähler noch vor dem eigentlichen Reisebeginn um zahlreiche Tradis aber auch Multis und Mysteries erhöht.

Am folgenden Morgen ging es dann frühzeitig zum Airport Weeze und von dort pünktlich nach Tallinn. Gegen Mittag trafen wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem beschaulichen Tallinner Lennart-Meri-Flughafen ein. Der Flughafen liegt sehr zentnumsnah, so dass es mit dem Taxi oder dem Bus nur rund 10-15 Minuten bis in die Innenstadt sind. Für die Fahrt mit dem Taxi muss man rund 10€ einplanen, mit dem Airport-Bus der Linie 90K, sind es drei Euro pro Person. Der Bus fährt in einer Runde wichtige Hotels und zentrale Punkte der Innenstadt an. Endstation ist der Hauptbahnhof Tallinns.

Fakten: Die Anreise

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[tab title=“Wie komme ich nach Tallinn?“]

Da die Anreise mit PKW oder Zug mehr als beschwerlich ist, wird die Anreise zumeist per Flugzeug erfolgen. Von Deutschland aus fliegen zahlreiche Airlines nach Tallinn.
Ryanair ab Bremen, Hahn und Weeze
Estonian Air ab Hannover
Lufthansa ab Frankfurt und München

Außerdem fliegt airBaltic an vielen deutschen Flughäfen über das Drehkreuz Riga nach Tallinn.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit via Ostseefähre, beispielsweise über Rostock und Helsinki, nach Tallinn zu reisen.

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[tab title=“Vom Flughafen in die Stadt mit dem Taxi“]
Taxi – Direkt vor dem Haupteingang ist der Taxistand. Von dort aus gelangt man für rund 10€ zu den Altstadt-Zielen. Die Taxifahrer sind größtenteils ehrlich und das Fahren mit dem Taxi durchaus günstig. Wie in jedem Land sollte man aber auch in Estland aufpassen, dass der Fahrer das Taxameter einschaltet und sich nicht auf vermeintlich günstige Pauschalpreise einlassen.

Auch vom Heranwinken an der Straße wird abgeraten, da es auch einige schwarze Schaafe gibt. Man sollte immer auf den Aushang der Preise am hinteren rechten Fenster achten und in Taxis nur an den offiziellen Ständen und vor Hotels einsteigen. Im Restaurant oder Hotel wird man Euch gern auch ein Taxi rufen, sollte keins bereitstehen.

Die Taxifahrer sprechen meist ei brauchbares Englisch und verstehen das Wichtigste. Dennoch kann es nie schaden, die Adresse des Hotels dabeizuhaben.

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[tab title=“Vom Flughafen in die Stadt mit dem Bus“]
Vom Flughafen fahren die Busse der Linien 2 und 90K.

Linie 2 ist die Verbindung vom und zum Fährhafen der Stadt. Da hier auch einige Hotels liegen sollte man sich vorher informieren ob man auch mit diesem Bus fahren kann. Linie 2 ist ein normaler Linienbus und die Fahrt kostet nur 1€ pro Person.

Zusätzlich gibt es noch die Linie 90K. Diese Busse habe großzügigen Platz für das Gepäck und sind durch ihre Beklebung unverkennbar als Flughafenbus zu identifizieren. Die Fahrt kostet 3€ pro Person. Im Bus wird übrigens sogar kostenloses WiFi angeboten.

Alle Busse fahren ab den Bussteigen in Ebene 0 ab. Der Weg dorthin ist ausgeschildert.

Für die Rückfahrt zum Flughafen könnt Ihr wieder die gleichen Busse nehmen. Merkt Euch einfach den Ort der Haltestelle an der ihr ausgestiegen seid.
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Dampflok in der Nähe des Bahnhofs
Dampflok in der Nähe des Bahnhofs

Tallinn – Der 1. Tag

Da unser Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs lag, stiegen wir dort aus und liefen die letzten 200m zu unserem Hotel. Auf Grund der Gepäckbedingungen von Ryanair waren wir eh nur mit leichtem Handgepäck unterwegs und so war der Fußweg schnell absolviert. Das Hotel war sauber, hell und freundlich eingerichtet und nach einer kurzen Erfrischung waren wir bereit für eine erste Erkundung der Stadt.

Wieder durchquerten wir dabei den Hauptbahnhof – dieser ist übrigens wirklich klein und wirkt nicht wie der Bahnhof einer europäischen Hauptstadt. Eine handvoll Gleise, ein Bahnhofsgebäude und ein paar Verkaufsstände – das war es auch schon. Auch das Angebot an Zügen ist dementsprechend überschaubar. Eine paar Vorortzüge und einige Verbindungen innerhalb Tallinns machen den größten Anteil der Verbindungen aus. Die direkte Verbindung nach St. Petersburg ist schon die weiteste Verbindung.

Direkt neben dem Bahnhof befindet sich eine riesige Museums-Dampflok – und wie auch in Deutschland üblich – wartet auch hier ein Cache mit dem Hint „magnetisch“ auf Besucher. Allerdings wird man nicht nur mit diesem Hint allein gelassen und so ist die Dose mit ein wenig Körpereinsatz recht zügig auffindbar. Da in Tallinns Innenstadt sonst der gemeine Filmdosen-Tradi dominiert, ist diese Regular-Dose gleichzeitig die beste Möglichkeit für den Austausch von Trackables aller Art.

Vom Hauptbahnhof sind es nur noch wenige Meter bis zur Altstadt. Große Teile der Altstadt sind von parkähnlichen Grünanlagen umgeben, diese laden zum Verweilen und Spazieren ein. Vom Hauptbahnhof aus hat man die Möglichkeit die Unter- oder Oberstadt zuerst zu besuchen. Früher lebten in der Oberstadt die „feineren Leute“ wie Kaufleute, Adelige und andere angesehene Personen der Stadt. Die Unterstadt war hingegen Lebensort für die ärmeren Bewohner. Im Laufe der Jahrhunderte gab es auch immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern von Ober- und Unterstadt.

Unser erstes Ziel an diesem Tage sollte die Oberstadt sein. Über zahlreiche Treppenstufen gelangt man zur „Patkuli vaateplatvorm“ – dieser Aussichtspunkt am Rande der Oberstadt bietet einen fantastischen Ausblick über die Altstadt bis hin zum modernen Finanzzentrum und dem Ostseehafen Tallinns. Natürlich gibt es an diesem Ort auch einen Cache. Während ich im März 2011 bei der Suche nach „TTC #4 – What a view“ noch leer ausging, so war die Dose dieses mal an Ihrem Platz und für uns drei erfolgte prompt der Eintrag im Logbuch.

Ein atemberaubender Ausblick auf Tallinn bietet sich von der "Patkuli
Ein atemberaubender Ausblick auf Tallinn bietet sich von der „Patkuli vaateplatvorm“

Nach dem Genießen dieser fantastischen Aussicht schlenderten wir durch die schmalen Gassen der Oberstadt. Vorbei an den zahlreichen Botschaften, Regierungsgebäuden und Kirchen war die Alexander Nevski Kathedrale das nächste Ziel. Auf dem Weg dorthin gab fanden wir an der Kathedrale der heiligen Maria noch einen weiteren Cache der „Tallinn Tourist Caches“-Serie kurz TTC. TTC #5 – In your face wurde von mir bereits im März 2011 gefunden aber auch meine Mitreisenden hatten keinerlei Schwierigkeiten den kleinen Tradi aufzuspüren.

Alexander Nevsky Kathedrale
Alexander Nevsky Kathedrale

Direkt neben der eindrucksvollen Kathedrale befindet sich auch das Parlament Estlands (Riigikogu).

Die Alexander Nevsky Kathedrale ist dank Ihrer prägnanten Zwiebeltürme schon von weitem sichtbar. Die Kathedrale wurde von 1894 bis 1900 erbaut und galt vielen Esten als Sinnbild der Russifizierung Estlands. Deshalb war die Kathedrale bei den Esten lange nicht besonders beliebt. Heute ist sie aber ein wichtiger Touristenmagnet und auch die Esten haben sich an die Kathedrale gewöhnt.

Direkt bei Parlament und Kathedrale befindet sich ein langer Abschnitt der vollständig restaurierten Stadtmauer. Diese Abschnitte sind die letzten verbliebenen Reste der mittelalterlichen Burg auf dem Domberg. Erhalten sind auch noch drei Türme darunter der der Lange Hermann (estn.: Pikk Hermann). Er wurde bereits im 14 Jahrhundert erbaut und dann im 15 Jahrhundert noch einmal um 10 Meter auf insgesamt 50 Meter erhöht. Damals war das eine erstaunliche Höhe und diese brachte dem Turm auch seinen Spitznamen ein. Einen besonders guten Blick auf Turm und Stadtmauer hat man vom nahen Hirvepark. Zur Zeit unseres Besuches im Sommer 2012 gab es hier noch einen Cache den wir suchten und auch fanden. Inzwischen ist dieser aber leider archiviert. Der Park mit seinen Statuen und Gelegenheiten zum Verweilen ist aber dennoch sehenswert und ein Besuch lohnt sich.

Stadtmauer, Langer Hermann und Parlament vom Hirvepark aus gesehen.
Stadtmauer, Langer Hermann und Parlament vom Hirvepark aus gesehen.

Inzwischen war es Nachmittag geworden und nach einer ersten Tour durch die Oberstadt begannen wir den „Abstieg“ in die Unterstadt. Das Stadtbild in der Unterstadt wird vor allem durch viele kleine Kaffees, Restaurants und Galerien dominiert. Es lohnt sich in jedem Fall auch einmal die „Hauptgassen“ zu verlassen und in die kleinen, oft unscheinbaren Nebengassen einzubiegen. Oft gibt es hier kleine Restaurants oder Kaffeehäuser mit nur einer handvoll Sitzplätze – dafür aber mit umso mehr Charme.

Auf dem Weg durch die zahlreichen kleinen Gassen kamen wir auch an der Nikolaikirche (estn. Niguliste kirk) vobei. Bei der Nikolaikirche handelt es sich nicht um eine noch aktive Kirche, seit 1984 dient, das im 13 Jahrhundert durch westfälische Kaufleute errichtete, Kirchengebäude als Museum und Konzerthalle. Mit „Friderici“ gibt es auch einen kleinen Tradi direkt an der Nikolaikirche die heute als eines der Wahrzeichen Tallinns zählt.

Durch kleine und größere Gassen erreichten wir schließlich den Rathausplatz. Der Rathausplatz ist der zentrale Platz der Unterstadt. Vor allem im Frühling und Sommer tummeln sich hier Heerscharen von Touristen. An zahlreichen Verkaufsständen wird vor allem Handwerkskunst und diverse Speisen und Getränke angeboten. Rund um den Platz gibt es auch zahlreiche Restaurants und Kaffeehäuser. Allerdings ist das Preisniveau hier durchweg ein wenig höher als ein paar Nebenstraßen weiter.

Dominiert wird der Rathausplatz vom bereits im 13 Jahrhundert errichteten gotischen Rathaus. Das Wahrzeichen Tallinns – die Figur des Stadtknechts „Alter Thomas“ (estn.: Vana Toomas) – schmückt seit 1530 die Turmspitze des imposanten Gebäudes. Den Rathausturm kann man für ein paar Euro Eintritt auch besichtigen. Der Aufstieg in dem engen Turm ist zwar beschwerlich, aber der Ausblick lohnt sich. Für den heutigen Tag stand dies aber erst einmal noch nicht auf dem Programm.

Natürlich ist dem imposanten Rathaus mit dem Alten Thomas auch ein eigener Cache gewidmet. „Old Thomas / Vana Toomas“ heißt der kleine Tradi der sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus befindet. Die Dose ist gut versteckt und die Bergung sollte sogar bei größten Muggelschaaren problemlos möglich sein. Mit weit mehr als 2.000 Funden gehört der Tradi auch zu den populärsten in der Tallinner Innenstadt.

Nach dem erfolgreichen Fund ging es in Richtung des „neuen Tallinns“ – Die Abgrenzung bildet das Viru Stadttor, das älteste noch erhaltene Stadttor in die historische Innenstadt. Rund um das Tor gibt es wieder zahlreiche Marktstände mit Verkäufern in historischen Kostümen sowie allerlei Geschäfte, Boutiquen und Restaurants. Direkt am Tor befindet sich auch ein gutes Dutzend Blumenläden. Und trotz imposanter Blumenmeere scheinen alle Läden gut zu verkaufen, was daran liegen mag, dass in Estland traditionell viele Blumen verschenkt werden. In vielen Haushalten ist es üblich, dass der Herr des Hauses seiner Frau jeden Tag nach der Arbeit Blumen mit nach Hause bringt.

Direkt an das Viru Tor grenzt auch ein kleiner Park an. Dieser heißt im Volksmund „Kissing hill Park“ – diesen Namen verdankt der Park einer Statue eines sich küssenden Liebespärchens. Traditionell treffen sich hier auch viele partnersuchende Singles zu Ihrer 1. Verabredung. Im Park hat man die Gelegenheit sich ein wenig von den Touristenmassen in der Altstadt zu erholen. Versüßen kann man sich diese Erholungspause noch mit mit kleinen Tradi „Viru 1.“ Der Cache befindet sich – so viel sei verraten – direkt an einer Bank. Die Bergung kann also vor allem tagsüber ziemlich langwierig werden.

Ganz in der Nähe des Viru-Tores befindet sich auch das Viru Shopping Center. Es ist eines der größten Tallinns und bietet neben den üblichen Shops auch einige Restaurants und Fastfood-Tempel. Vom Viru Center sind es auch nur noch wenige hundert Meter bis zum Rotermann Quartier. Das Rotermann Quartier war einst ein innerstädtisches Industriegebiet mit Kontoren, kleinen Fabriken und Manufakturen. Nach der politischen Wende verkam das Viertel immer mehr zu einem Schandfleck bis es vor einigen Jahren durch Investoren wiederbelebt wurde. Statt Verfall bietet sich dem Besucher heute ein spannender Mix verschiedenster Architekturstile. Außerdem warten viele schicke Cafés und Restaurants auf Besucher.

An das Rotermann Quartier schließt direkt das „neue Tallinn“ an. Hier befinden sich die großen Hochhäuser der meist nordeuropäischen Bankhäuser. Bedingt durch eine liberale Finanzpolitik und niedrige Steuern haben viele Banken und Konzerne hier ihre Niederlassungen. Bedenkt man, dass Tallinn die kleinste Hauptstadt der Europäischen Union ist, erscheint die Skyline des Finanzdistrikts um so beeindruckender.

Vom Finanzviertel aus orientierten wir uns wieder in Richtung Altstadt – auf dem Weg dorthin befindet sich eingebettet zwischen Hochhäusern und Viru Shopping Center eine Eva – Statue. Hier wartet auch ein recht gut versteckter Tradi-Cache mit dem Namen „Eve/Hämarik“. Während unseres Besuches im Sommer 2012 war dieser leider deaktiviert, ich durfte ihn aber bereits im Vorjahr zu meiner Fundliste hinzufügen. Erwähnenswert ist dieser Tradi auch deshalb, weil er eine der wenigen Regular-Caches in Tallinn ist. Neben dem erwähnten Tradi am Hauptbahnhof hat sich vor allem dieser Cache als zentraler Umschlagpunkt für Trackables aller Art etabliert. Das liegt vor allem auch daran, dass der Ostseehafen nicht weit entfernt ist und deshalb viele Finnen auf Shopping-Tour hier vorbeikommen.

Zurück in der Altstadt standen erst einmal noch weitere Caches auf unserer ToDo-Liste. Wer nach Tallinn reist und sich vorher die geocaching.com-Karte der Innenstadt anschaut, der wird schnell die beiden auffälligen, direkt nebeneinander liegenden blauen Fragezeichen der Caches „!“ und „i“ entdecken. Mir blieb die Lösung des Rätsels ja verborgen, aber im Team befand sich mit Anja aka Puflatsch eine ausgewiesene Mystery-Expertin und so konnten wir auch diese beiden Caches erfolgreich bergen.

Nachdem wir nun einige Stunden unterwegs waren zog es uns langsam aber sich wieder in Richtung unseres Hotels in der Nähe des Hauptbahnhofs. Auf dem Weg dorthin, liefen wir eine längere Strecke durch die Parkanlagen, die sich entlang der aufwändig restaurierten Stadtmauer erstrecken. Bevor es nun in das Hotel ging, statten wir noch dem Markt hinter dem Hauptbahnhof einen kurzen Besuch ab. Der russische Markt wird vor allem, wie es der Name vermuten lässt, von der russischen Minderheit genutzt. Hier gibt es selbst angebautes Obst und Gemüse sowie alles was man zum leben benötigt zu günstigeren Preisen als in den Supermärkten. Wie im gesamten Baltikum hat es auch in Estland die russische Minderheit nicht unbedingt leicht. Nach der politischen Wende tilgte man schnell alles russische aus dem Bewusstsein. Der Hass auf die Besatzer war groß und so sind noch heute russische Esten und Russen stark benachteiligt. Viele leben in den Betonsilos der Vorstädte von kargen Renten oder sind auf soziale Unterstützung angewiesen. Auch bei der Jobvergabe werden Russen heute oft benachteiligt. Trotz dieses Hintergrunds, lohnt ein Besuch auf dem Markt. Authentische Lebensmittel, russische Spezialitäten und allerhand anderes kann man hier für recht kleines Geld erwerben.

Olde Hansa
Olde Hansa

Es war nun später Nachmittag und wir gönnten uns in unserem Hotel erst einmal eine kleine Erholungspause bevor es später dann zum Abendessen erneut in die Altstadt ging. Ausgesucht hatten wir uns die „Olde Hansa.“ Bereits 2011 war ich in diesem Restaurant direkt am Rathausplatz und ich und meine Begleitung waren begeistert. Bei der „Olde Hansa“ handelt es sich um ein authentisches Mittelalter-Restaurant. Im gesamten Gebäude gibt es nahezu kein elektrisches Licht, die Bedienung ist mittelalterlich gekleidet und das extrem leckere Honigbier wird stilecht aus Tonkrügen getrunken. Selbst der Toilettenbesuch wird zu einer Zeitreise ins Mittelalter. Die Küche des Restaurants ist von zahlreichen afrikanischen und asiatischen Einflüssen geprägt – ganz wie zu Zeiten der Hanse als Reval Hansestadt war und hier Schiffe aus aller Welt eintrafen und Besatzungen und Kaufleute ihre Einflüsse hinterließen. Auch wenn das Preisniveau durchaus als „gehoben“ bezeichnet werden kann, so lohnt sich ein Besuch in jedem Fall.

Ein kleiner Tipp am Rande: Sollte in der „Olde Hansa“ kein Platz mehr sein, so befindet sich nur wenige Meter entfernt mit dem „Peppersack“ ein weiteres empfehlenswertes Mittelalter-Restaurant.

Nach einem reichhaltigen und exotischen Essen schlenderten wir noch ein wenig durch die Altstadt und bewunderten das erst vor wenigen Jahren errichtete Freiheitsdenkmal. Auf dem 27m hohen Denkmal aus böhmischen Glas thront das Libertas-Kreuz, welches an den Orden erinnert, der den Soldaten im Unabhängigkeitskrieg 1919 verliehen wurde. Damals erkämpften sich die baltischen Stadten Lettland, Litauen und Estland ihre Unabhängigkeit welche 1940 durch die Besatzung durch die Sowjetunion erneut endete.

Nachts wird das imposante Denkmal von abertausenden LED´s beleuchtet. Zur Zeit unseres Aufenthalts, der Sommersonnenwende wurde es aber nie wirklich dunkel, so dass wir das Denkmal immer nur unbeleuchtet erleben konnten.

So ging unser erster von drei Tagen in Tallinn zu Ende.


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Die Caches des 1. Tages

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[li type=“icon-map-marker“]GC1J0AN – L-2317 (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GC16MQ3 – TTC #4 – What a view! (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GC16MQF – TTC #5 – In your face! (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GCRV5D – Friderici (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GC1YN9H – Old Thomas / Vana Toomas (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GCRV5K – Viru 1 (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GCV49J – Eve/Hämarik (Tradi)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GC2GWXZ – i (Mystery)[/li]
[li type=“icon-map-marker“]GC22FJ0 – ! (Mystery)[/li]
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zum 2. Teil des Berichts

2 Kommentare

  1. […] Der Winter zieht sich ja mächtig in die Länge. Auf dem Nachttisch liegt die Skandinavische Acht von Wilfried Erdmann, und auch tagsüber träumt man sich gern in andere Gefilde. Natürlich will die Vorbereitungszeit genutzt sein, um sich über die Fahrtengebiete schon mal schlau zu machen. Einige Länder auf meiner Route sind mir schon bekannt, andere hingegen kaum. Ins Baltikum hat es mich leider bisher noch nicht verschlagen. Das soll sich ja nun ändern. Gerade habe ich einen schönen Artikel auf gocacher.de gefunden, der auf meinen kleinen Blog passt, wie die Faust aufs Auge: Geocaching in Tallin. […]

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