Tragische Entwicklung im Fall des toten tschechischen Geocachers

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Aus Tschechien erreichte uns soeben eine traurige Nachricht. Am heutigen Nachmittag wurde in der Nähe von Prag die Leiche eines seit Freitag vermissten Geocachers gefunden.

Ergänzung unseres Artikels

In dem Fall gibt es eine neue Entwicklung. Nach dem Auffinden des 23jährigen Ondrej S. deutete zunächst alles auf einen tragischen Unfall beim Geocaching hin. Der Verdacht lag nah, denn am Ort an dem der leblose Körper entdeckt wurde, befand sich auch das Final eines beliebten Mystery-Caches. Dieses befindet sich allerdings im gegenüberliegenden Brückenpfeiler und nicht direkt dort wo Ondrej gefunden wurde. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung kam nun heraus, dass Ondrej sich offenbar das Leben genommen hat.

Am Ende des Artikels haben wir ein weiteres tschechisch-sprachiges Video eingebunden.

Unsere ursprünglicher Artikel

Der Geocacher Ondrej S. hatte am Freitag das Haus verlassen um einen Geocache in der Nähe von Prag zu suchen. Der erfahrene Cacher suchte das Final des mit 197 Favoriten-Punkten sehr gut bewerteten Mystery-Caches URBAN LEGENDS Vol. 1 (GC1Y1QM). Der Cache hat eine T-Wertung von 3 und das Final ist an bzw. in einer Brücke versteckt. In der Galerie des Caches kann man einige Bilder des Finals bzw. von Stationen sehen. Lokale Geocacher sprechen davon, dass das Final eigentlich nicht besonders gefährlich sei. Dennoch kam es beim Bergen des Caches zu einem tragischen Unfall.

Der enge Zugang erschwerte die Bergung | © iDNES.cz

Nachdem Ondrej nicht nach hause kam, wurde die Polizei eingeschaltet. 60 Polizisten darunter Hundeführer und ein Hubschrauber suchten nach dem 23jährigen Geocacher. Schließlich entdeckte ein Polizist den Verunglückten und verständigte die Feuerwehr. Diese barg den Körper und der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Über die genauen Umstände des Unglücks ist noch nichts bekannt, die Polizei ermittelt noch.

Auch wenn solche Unglücke – zum Glück sehr sehr selten sind – zeigt es doch einmal wieder, wie wichtig die eigene Sicherung ist. Auch bei vermeintlich nicht gefährlichen Caches kann immer etwas passieren. Bereits im Dezember 2011 kam es in Dresden zu einem tragischen Unglück, bei dem ein 21jähriger Dresdner tödlich verunglückte. Auch dieser Unfall geschah an einer Brücke. In jedem Fall sollte man, bevor man auf „Tour geht,“ Verwandten oder Freunden sagen wohin man unterwegs ist. Besser sollte man solche Caches aber gar nicht erst allein machen.

Der Cache, an dem das Unglück geschah, wurde inzwischen vom Owner archiviert.

Nachfolgend noch ein Video des tschechischen Nachrichtenportal iDNES.cz (nur in tschechisch). Hier sieht man den Zugang zum angesprochenen Final des Caches.

Das neuere Video des Nachrichtenportals iDNES.cz

Newsquelle: iDNES / iDNES.cz
Newsbild: iDNES.cz

2 Kommentare

  1. Oha… leider nicht das erste mal, dass jemand bei diesem Hobby das Leben verliert… wirklich traurig!
    Mein Beileid den Hinterbliebenen.
    🙁
    Bei aller Vorsicht, die beim Caching immer gewahrt bleiben sollte… Unfälle können überall geschehen… nicht nur beim Cachen, deshalb sollte man wegen diesem Fall nicht gleich das Geocaching als übermäßig gefährlich ansehen… letztendlich kann einem ebensoviel passieren, wenn man spazieren geht…

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